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Staatliche Förderbank KfW verzeichnet Kredit-Rekordvolumen im ersten Halbjahr 2020

Das Sonderprogramm „Corona-Hilfe“ sorgt für hohe Nachfrage nach KfW-Krediten. Doch die Pandemie hinterlässt auch deutliche Spuren in der Bilanz.
12.08.2020 - 15:11 Uhr Kommentieren
Die staatliche Bank spielt in der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie eine wesentliche Rolle. Quelle: dpa
KfW in Frankfurt

Die staatliche Bank spielt in der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie eine wesentliche Rolle.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Coronakrise hat die Nachfrage nach Krediten der staatlichen KfW auf ein Rekordniveau getrieben und der Förderbank zugleich rote Zahlen beschert. „Die KfW hat im ersten Halbjahr 2020 die höchste Förderleistung ihrer Geschichte abgeliefert, in einer Zeit, in der durch die Coronakrise die deutsche Wirtschaftsleistung so stark eingebrochen ist wie nie zuvor“, sagte KfW-Chef Günther Bräunig am Mittwoch in Frankfurt.

Das Fördervolumen der Bankengruppe stieg im ersten Halbjahr auf 76,2 Milliarden Euro, das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Vor allem die inländischen Corona-Programme trugen dazu bei, etwa die Hilfskredite für Unternehmen und Selbstständige, bei denen der Staat das Gros der Haftung übernimmt. Allein für diese Programme wurden der KfW zufolge bis Ende Juni etwa 70.000 Kreditanträge gestellt und größtenteils genehmigt. Die Zusagen daraus summierten sich auf 33,5 Milliarden Euro.

Mittlerweile liegt die Zahl der Anträge aus den Corona-Programmen für Unternehmen bei rund 83.000 und das Antragsvolumen sogar bei 53,2 Milliarden Euro, von denen bereits 42,6 Milliarden Euro zugesagt wurden. Insgesamt verdreifachte sich das inländische Fördervolumen aufgrund der Corona-Hilfsprogramme auf 63 Milliarden Euro, während sich die Förderung in Entwicklungsländern leicht verringerte.

Die Coronakrise wirkte sich bei der KfW allerdings nicht nur auf das Fördervolumen, sondern auch auf die Geschäftszahlen aus. Wegen der deutlich gestiegenen Risikovorsorge für möglicherweise platzende Kredite und infolge hoher Bewertungsabschläge im Beteiligungsportfolio rutschte die Förderbank von Januar bis Juni mit 576 Millionen Euro in die roten Zahlen.

Der nun ausgewiesene Halbjahresverlust war bereits im ersten Quartal angefallen, in dem die Förderbank massiv Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite getroffen hatte. Zwischen April und Juni hatte die KfW dagegen immerhin einen winzigen Gewinn ausgewiesen. Vor Abzug des Risikoergebnisses hat die KfW im ersten Halbjahr operativ mit 967 Millionen Euro sogar rund 14 Prozent mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt belaufen sich die Belastungen aus dem Risikoergebnis im ersten Halbjahr auf 1,5 Milliarden Euro, davon waren 1,1 Milliarden Euro der KfW zufolge auf die Effekte der Corona-Pandemie zurückzuführen. Daneben trugen allerdings auch Abschreibungen auf Kredite an den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard, dem die KfW-Tochter Ipex-Bank 100 Millionen Euro geliehen hatte, zu den Belastungen bei.

Bislang stehen hinter der milliardenschweren Risikovorsorge – sieht man von Wirecard einmal ab – im Wesentlichen noch keine echten Kreditausfälle. Damit rechnet die Förderbank erst in der zweiten Jahreshälfte.

Mehr: Vor allem Schnellkredite sind bei Unternehmen stark gefragt

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