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Staatsbank in Österreich Hypo Alpe Adria braucht mehr Geld

Bei einer neuen Prüfung hat Österreichs Finanzmarktaufsicht festgestellt, dass die Hypo Alpe Adria mehr Geld braucht als erwartet. Nun bekommt die Staatsbank mehr Zeit, um ihr Kapital aufzustocken – zum zweiten Mal.
06.09.2012 Update: 06.09.2012 - 15:34 Uhr Kommentieren
Österreich hatte die Hypo Alpe Adria 2009 übernommen. Quelle: Reuters

Österreich hatte die Hypo Alpe Adria 2009 übernommen.

(Foto: Reuters)

Wien Die kriselnde österreichische Staatsbank Hypo Alpe Adria braucht angesichts der mauen Wirtschaftslage und turbulenter Kapitalmärkte mehr Geld als erwartet. Die österreichischen Finanzmarktaufseher (FMA) seien bei einer neuerlichen Überprüfung zu dem Schluss gekommen, dass das Institut einen Risikopuffer von 2,19 Milliarden Euro benötige, teilte die Bank am Donnerstag mit. Das sind rund 700 Millionen Euro mehr als zuletzt gedacht. Die Hypo Alpe Adria bekommt daher nun drei Monate länger und damit bis Ende März 2013 Zeit, um die Kapitalanforderungen zu erfüllen.

Schafft sie dies nicht aus eigener Kraft, dürften zwangsläufig neue Staatshilfen fließen. Österreich hatte das Institut 2009 übernommen und so vor einem Zusammenbruch bewahrt. Damit wurden dem Staat und dem Land Kärnten milliardenschwere Garantien aufgebürdet.

Finanzministerin Maria Fekter hatte sich zuletzt bereits wenig erfreut über die Aussicht gezeigt, der Bank erneut Staatsgelder zuschießen zu müssen. Sie hatte auch das Erreichen eines Budgetdefizits von drei Prozent im laufenden Jahr davon abhängig gemacht, wie viel Staatshilfen Österreich seinen Banken noch zur Verfügung stellen müsse.

Das Rating Österreichs gefährden mögliche weitere Hilfen nach Einschätzung der Agentur Standard & Poor's aber nicht. "Dieses Risiko ist im Sovereign Rating schon berücksichtigt worden", sagte S&P-Analystin Anna Lozmann am Donnerstag in Wien mit Blick auf die HGAA. S&P hatte die Bonität Österreichs zu Jahresbeginn auf "AA+" von "AAA" zurückgestuft und dies auch mit Risiken im Bankensektor begründet.

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    Die HGAA erklärte, sie werde "weiterhin alles daran setzen", ihre Risiken zu verringern und einen "direkten Zuschuss durch den Eigentümer" zu vermeiden. Um dies zu erreichen, versucht das Institut, seine Problempapiere abzubauen und die Töchter in Österreich, Italien und Südosteuropa zu verkaufen. Allerdings waren die Verkaufsvorhaben wegen des schwierigen Umfelds zuletzt nicht von Erfolg gekrönt.

    Die Aufseher verlangen von der Bank nun bis zum Ende des ersten Quartals eine Eigenmittelquote von 12,67 Prozent. Ursprünglich sollte die Bank ihr Kapital bis Ende 2012 um 1,5 Milliarden Euro aufstocken und damit eine Eigenmittelquote von 12,04 Prozent erreichen. Per Ende Juni kam die Bank auf eine Quote von 9,5 Prozent. Es ist bereits das zweite Mal, dass die FMA dem maroden Finanzinstitut mehr Zeit einräumt, um sein Kapital aufzustocken.

    Die strengeren Kapitalvorschriften kommen laut HGAA-Chef Gottwald Kranebitter für die Bank nicht unerwartet. "Der von der FMA in ihrem Entwurf verlangte Kapitalpuffer spiegelt die angespannte Lage auf den Finanzmärkten und insbesondere in den Kernländern der Hypo Alpe Adria wider." Die Bank habe nun bis zum 28. September Zeit, sich zu den Vorgaben der Regulierer zu äußern.

    • rtr
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