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Start-up-Bank Neue Finanzierungsrunde: Solarisbank steht vor Aufstieg zum Einhorn

Die Berliner Start-up-Bank steht vor einer mehr als 100 Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde. Ein Teil des frischen Kapitals könnte in die Akquisition eines Wettbewerbers fließen.
24.06.2021 Update: 24.06.2021 - 16:09 Uhr Kommentieren
Das Berliner-Fintech kooperiert mit Neobanken wie Bitwala, Tomorrow, Vivid Money. Quelle: AFP
Finanztransaktionen mit dem Smartphone

Das Berliner-Fintech kooperiert mit Neobanken wie Bitwala, Tomorrow, Vivid Money.

(Foto: AFP)

Frankfurt, Düsseldorf Die Solarisbank verhandelt derzeit mit internationalen Wagniskapitalgebern über eine neue Finanzierungsrunde, bei der die auf die Betreuung von Finanztechnologie-Start-ups (Fintechs) spezialisierte Bank mehr als 100 Millionen Euro bei Investoren einsammeln könnte. Das erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Zuvor hatten die Portale „Finance Forward“ und „Finanz-Szene.de“ über den Schritt berichtet. Der Deal könnte demnach schon in wenigen Tagen besiegelt sein.

Das Berliner Unternehmen profitiert vor allem vom Erfolg seiner Partnerunternehmen. Solarisbank kooperiert mit Neobanken wie Bitwala, Tomorrow und Vivid Money, mit Online-Geschäftsbanken wie Penta und Kontist sowie mit Smartphone-Brokern wie Trade Republic. Zusammen verwalten sie weit mehr als eine Million Konten. Außerdem ist die Solarisbank im Umgang mit Kryptowährungen wie Bitcoin führend.

Die Solarisbank stellt den Start-ups dabei die eigene Plattform zur Verfügung. Da das Institut über eine Vollbanklizenz verfügt, müssen sich die Fintech-Partner weniger mit Regulierungsfragen und dem Kontakt zur Aufsicht beschäftigten und können sich ganz auf die Entwicklung ihrer Angebote konzentrieren. So können die Solarisbank-Kunden Bankdienstleistungen wie Payments, Kredite und Ratenzahlungen anbieten, die die Berliner für sie im Hintergrund abwickelt.

Mit diesem Geschäftsmodell konnte die Bank rasant wachsen. Im Frühjahr zog sie von ihrem Standort an der Museumsinsel nach Kreuzberg um und vergrößerte sich dabei. Dabei profitierte sie auch von der Corona-Pandemie, die die digitale Abwicklung von Geschäften beschleunigt hat.

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    Das schlägt sich nun in der Firmenbewertung nieder: Laut „Finanz-Szene.de“ soll Solaris bei dem bevorstehenden Funding mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden. Damit würde das Unternehmen zum „Einhorn“ aufsteigen – so werden Unternehmen bezeichnet, die mit mindestens einer Milliarde Euro bewertet werden.

    Kauf eines Wettbewerbers geplant

    Ein Großteil des frischen Kapitals soll demnach in die Akquisition eines Wettbewerbers fließen. Noch sei jedoch unklar, um welches Unternehmen es sich dabei handelt. Im Frühjahr hatte es bereits Spekulationen gegeben, dass das Fintech eine weitere Finanzierungsrunde plane, bevor es 2022 ab die Börse wolle.

    Laut Handelsblatt-Informationen handelt es sich bei dem Wettbewerber um ein Unternehmen aus dem Ausland. Die Berliner arbeiten demnach bereits seit Längerem an diesem Zukauf, nun geht er in die heiße Phase. Mittelfristig soll der Zukauf die Solarisbank auf den anstehenden Börsengang vorbereiten. Die Berliner könnten damit vom Start weg zu einem der heiß gehandeltsten Finanzwerte am deutschen Aktienmarkt aufsteigen.

    Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies der Frankfurter Goethe-Universität, lobt die erfolgreiche Entwicklung des erst 2016 gegründeten Unternehmens. „Die Solarisbank ist in ihrer Nische sehr erfolgreich.“

    Um jedoch auch an der Börse attraktiv zu sein, fehle es noch an der nötigen Wachstumsstory. „Das Dienstleistungsgeschäft, das die Solarisbank aktuell betreibt, ist solide und nicht sehr risikoreich. Fraglich ist jedoch, ob man damit die nötige Größe für den Kapitalmarkt aufbringt.“ Die Solarisbank müsse ihre Geschäftsbasis verbreitern, sagt der Finanzprofessor, etwa durch mehr Kreditgeschäft. „Ein Zukauf könnte dabei helfen.“

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