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Steuerstreit Credit-Suisse will sich schuldig bekennen

Im Streit mit der US-Justiz will die Credit Suisse laut Insidern schon bald ihre Schuld eingestehen. Die Schweizer Bank müsste dann mehrere Milliarden zahlen. Der Schritt könnte das ganze Finanzsystem beeinflussen.
19.05.2014 - 14:40 Uhr Kommentieren
Die Credit Suisse wird von amerikanischen Ermittlern beschuldigt, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Quelle: Reuters

Die Credit Suisse wird von amerikanischen Ermittlern beschuldigt, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben.

(Foto: Reuters)

Washington Die Credit Suisse Group könnte sich in ihren Auseinandersetzungen mit der US-Justiz noch am heutigen Montag schuldig bekennen. Das berichtet Bloomberg News unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person. Die Bank wird von amerikanischen Ermittlern beschuldigt, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Mit einem Schuldbekenntnis würde der Weg zu einem Vergleich geebnet.

Die zweitgrößte Schweizer Bank erklärte sich nach Angaben zweier informierter Personen gegenüber US-Justiz und - Aufsichtsbehörden zur Zahlung von rund 2,5 Milliarden Dollar bereit. Konzernchef Brady Dougan und Verwaltungsratschef Urs Rohner könnten zudem zurücktreten, hatte die SonntagsZeitung am Wochenende gemeldet, ohne Quellen zu nennen.

Die Credit Suisse könnte den Informationen zufolge ihre Geschäfte in den USA fortsetzen. Allerdings ist unklar, wie der Markt reagieren wird und ob ein Schuldbekenntnis die Bank in ihrer Geschäftstätigkeit einschränken würde. Lloyd C. Blankfein, CEO von Goldman Sachs, sagte, Geschäfte mit einer Bank, die strafrechtliche Vergehen zugegeben habe, seien mit Risiken behaftet. Andererseits lege seine Bank großen Wert auf die Stabilität des Finanzsystems. „Es wäre eine sehr schwerwiegende Entscheidung für uns, jemanden auszuschließen, und wir würden es nicht leichtfertig tun“, sagte Blankfein am 16. Mai nach der Jahreshauptversammlung der Bank.

Wie die SonntagsZeitung berichtete, wird an Rohners Rücktrittsgesuch gearbeitet. Der Tages-Anzeiger schrieb am Wochenende, es verdichteten sich Hinweise, dass Dougan ersetzt wird.

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    „Die Aufregung um Brady steuert auf so etwas wie einen Höhepunkt zu“, sagt Christopher Wheeler, Banken-Analyst bei Mediobanca in London. „Sollte er die Bank verlassen, wäre das keine gute Nachricht, da er von den Leuten als Sicherheitsfaktor wahrgenommen wird.“

    Die Bank würde fast 1,8 Milliarden Dollar an das US- Justizministerium zahlen, mehr als 600 Millionen Dollar an das New York Department of Financial Services und weitere 100 Millionen an die Federal Reserve, so die informierten Personen.

    Calvin Mitchell, ein Sprecher der Credit Suisse, und Brian Fallon vom Justizministerium wollten zu den Informationen nicht Stellung beziehen. Matthew Anderson, ein Sprecher von Benjamin Lawsky vom New Yorker Department of Financial Services, kam auf eine telefonische Bitte um Stellungnahme nicht zurück.

    • Bloomberg
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