Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Stresstest Fed legt individuelle Kapitalanforderungen für Großbanken fest

Die US-Notenbank hatte in einem Stresstest zahlreiche Institute geprüft - und nun individuelle Kapitalvorgaben für große Geldhäuser festgelegt.
10.08.2020 - 17:13 Uhr Kommentieren
Jedes Jahr testet die US-Notenbank, wie die großen Banken in den USA mit einer Wirtschaftskrise zurechtkämen. Quelle: dpa
US-Notenbank Fed

Jedes Jahr testet die US-Notenbank, wie die großen Banken in den USA mit einer Wirtschaftskrise zurechtkämen.

(Foto: dpa)

Washington Die US-Notenbank Fed hat nach ihrem umfassenden Stresstest individuelle Kapitalvorgaben für die großen Geldhäuser in den USA festgelegt. Unter den Instituten mit einer Bilanzsumme von mehr 100 Milliarden Dollar erhielten die Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley die höchsten Vorgaben: Sie müssen „harte“ Kernkapitalquoten (CET1) von 13,7 beziehungsweise 13,4 Prozent vorhalten, wie die Federal Reserve am Montag mitteilte. Von der US-Tochter der Deutschen Bank wird eine harte Kernkapitalquote von 12,3 Prozent verlangt. Sie verfügte Ende 2019 jedoch bereits über eine mehr als doppelt so hohe Quote. Die Vorgaben werden ab dem 1. Oktober wirksam.

Die Fed hatte in ihrem Stresstest 34 Institute auf Herz und Nieren geprüft. Als Konsequenz aus der Finanzkrise 2008/09 testet sie jedes Jahr, wie die großen, in den USA aktiven Häuser mit einer Wirtschaftskrise zurechtkämen. In diesem Jahr prüfte sie außerdem die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Kapital der Banken und veröffentlichte die Ergebnisse Ende Juni. Ihr Fazit: Grundsätzlich könnten die Institute einen schweren, stürmischen und lang anhaltenden wirtschaftlichen Abschwung überstehen. Um die Krise zu meistern, sollen sie aber bis mindestens zum vierten Quartal auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verzichten.

Die neuen Vorgaben der Fed ergeben sich aus den Mindest-Kapitalanforderungen von 4,5 Prozent und dem neuen Stress-Kapitalpuffer, für den die Fed zum ersten Mal die individuellen Vorgaben veröffentlichte. Dessen Höhe bestimmt sich danach, wie gut jede einzelne Bank mit einer schweren Wirtschaftskrise zurechtkommt. Das niedrigste verlangte Polster liegt bei 2,5 Prozent. Gleich mehrere Institute, darunter die Citigroup, bekamen diese Vorgabe. Den höchsten Stress-Kapitalpuffer verlangt die Fed von der US-Tochter der Deutschen Bank mit 7,8 Prozent. Von der größten US-Bank JPMorgan Chase fordert die US-Notenbank 3,3 Prozent. 

Mehr: Der Fed droht eine neue Gefahr

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Stresstest - Fed legt individuelle Kapitalanforderungen für Großbanken fest
    0 Kommentare zu "Stresstest: Fed legt individuelle Kapitalanforderungen für Großbanken fest"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%