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Studie Den meisten Banken fehlt eine klare KI-Strategie

Die meisten Geldhäuser haben die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für ihren geschäftlichen Erfolg erkannt. Doch die Umsetzung bereitet Probleme.
06.01.2020 - 15:55 Uhr Kommentieren
Künstliche Intelligenz spielt im Wettbewerb zwischen den Geldhäusern eine wesentlich Rolle. Quelle: dpa
Bankentürme in Frankfurt

Künstliche Intelligenz spielt im Wettbewerb zwischen den Geldhäusern eine wesentlich Rolle.

(Foto: dpa)

Frankfurt Bei der Diagnose sind sich eigentlich alle Experten einig: Der effiziente Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird mit darüber entscheiden, welche Banken sich im immer härteren Wettbewerb in der Finanzbranche durchsetzen werden.

Bei der Umsetzung dieser Erkenntnis hapert es allerdings noch. Die Institute haben zwar die Bedeutung von KI für ihren geschäftlichen Erfolg erkannt, allerdings befindet sich der Großteil noch in der Vorbereitungs- oder Testphase und kann auch keine stimmige Strategie vorweisen.

So lassen sich die Ergebnisse einer neuen Studie der Unternehmensberatung Eurogroup Consulting (EGC) in Kooperation mit der der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW Saar) zusammenfassen, an der mehr als 130 Führungskräfte deutscher Finanzinstitute teilgenommen haben.

Laut der Umfrage unter Vorständen, Bereichsleitern und Fachexperten haben sich nahezu alle Finanzinstitute bereits mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigt. „Auch wenn es hier noch große Unterschiede gibt, sind die Finanzinstitute für das Thema sensibilisiert“, erläutert Christian Leurs, Partner bei EGC.

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    Über die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihr Unternehmen beim Thema KI zumindest bis zur Entwicklung von konkreten Anwendungsfällen vorgedrungen ist oder sogar bereits erste Lösungen im Einsatz hat.

    Vorteil für die Großbanken

    Dennoch steht die Branche bei der Einführung von KI offenbar noch am Anfang. „Auch die Institute, die KI bereits vereinzelt im Einsatz haben, verfolgen weder eine konsistente Strategie, noch haben sie es geschafft, robuste und stabile Prozesse, Verfahren und Methoden in der Organisation zu verankern“, so lautet das Fazit, das Markus Thomas Münter, Professor an der HTW Saar aus der Umfrage zieht.

    Die Daten der Studie zeigen, dass mit 22 Prozent bislang nur wenige Institute KI bereits im Tagesgeschäft anwenden. Darüber hinaus verfügt keine einzige der Banken über eine definierte und vollständig umgesetzte KI-Strategie. 32 Prozent geben an, dass KI nicht in der Unternehmensstrategie verankert ist. 53 Prozent erklären, dass die Strategie derzeit ausgearbeitet oder die Umsetzung geplant ist.

    ECG-Berater Leurs betont allerdings, dass es Unterschiede zwischen großen und kleineren Banken gebe. Die großen Institute seien in der Regel beim Thema Künstliche Intelligenz deutlich weiter als kleine und mittlere Banken.

    Durch den Einsatz selbstlernender Computersysteme erhoffen sich Banken vor allem zwei Dinge: mehr Effizienz und höhere Erträge. Einerseits wollen die Institute Kosten senken, etwa weil sie weniger Mitarbeiter in Callcentern brauchen. Zum anderen wollen sie ihre Kunden gezielter ansprechen, indem sie längst vorhandene Daten besser auswerten.

    Künstliche Intelligenz – wie gefährlich ist sie wirklich?

    KI spielt nur hinter den Kulissen eine Rolle

    Bisher spielt Künstliche Intelligenz bei den Geldhäusern oft nur im Backoffice eine größere Rolle – quasi hinter den Kulissen, wo die Institute Zahlungsströme überwachen und die Identität neuer Kunden prüfen. In den nächsten Jahren dürfte die Technologie mehr in der Kommunikation mit den Kunden eingesetzt werden.
    „Die neuen Technologien lösen zwar nicht alle Probleme der Banken, sie sind aber dennoch erfolgskritisch“, betont ECG-Partner Leurs.

    Bereits mit vergleichsweise begrenztem Aufwand ließen sich viele sinnvolle KI-Projekte umsetzen. So könne Künstliche Intelligenz die Fehlerquote senken und Reaktionszeiten auf Kundenanfragen deutlich verkürzen. Mitarbeiter würden von lästigen Routinearbeiten befreit und erhielten Freiräume für wertschöpfende Tätigkeiten.

    Mehr: KI wird in den kommenden Jahren auch die Finanzbranche umkrempeln. Wie Banken und Versicherer die Technologie heute schon nutzen, lesen Sie in unserem 22-seitigen Dossier.

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