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Studie Mythos Schattenbanken

Sie gelten als das Risiko im Hintergrund: Fonds, Vermögensverwalter und andere Finanzierer, die nicht der strengen Bankenaufsicht unterliegen. Eine Studie zeigt, dass sie deutlich weniger wachsen als die Geschäftsbanken.
22.02.2017 - 03:02 Uhr Kommentieren
Schattenbanken: Risiko oder überdramatisiert? Quelle: dpa
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Schattenbanken: Risiko oder überdramatisiert?

(Foto: dpa)

New York Schattenbanken - allein der Begriff lässt Unheil wittern. In der Finanzkrise 2008 spielten Briefkastengesellschaften eine unheilvolle Rolle, die in den Bankbilanzen nicht auftauchten, aber de facto doch dazu gehörten. Danach war mit der anziehenden Bankenregulierung die Sorge groß, diese Finanzierer außerhalb der Bankenbranche könnten zu viel Geschäft übernehmen und es dann relativ unbeaufsichtigt betreiben. Immer wieder wurde der Ruf laut, neben den Banken auch die Schattenbanken stärker unter Kontrolle zu stellen.

Eine neue Studie des auf die Finanzbranche spezialisierten Research-Hauses Keefe, Bruyette & Woods (KBW) kommt aber zu dem Schluss, dass die gefürchteten Schattenbanken in den USA seit der Finanzkrise viel weniger gewachsen sind als die Geschäftsbanken. Die Sorge, dass das Geld auf der Flucht vor den strengen Bankenaufsehern in schwer durchschaubare Bereiche des Kapitalmarkts flieht, scheint damit übertrieben zu sein. Die von der neuen US-Regierung und ihren Verbündeten im Parlament propagierte These, die harte Regulierung der Banken hemme deren Wachstum, wird damit auch infrage gestellt.

Die Schattenbanken sind in den Jahren 2009 und 2010, im Nachgang der Bankenkrise, deutlich stärker geschrumpft als die Banken. Für 2009 zeigen die Daten von KBW für die Kreditvergabe in den USA bei den Schattenbanken ein Minus von mehr als zehn Prozent, bei den Banken hingegen nur rund minus 2,5 Prozent. Und 2014 bis 2016 lag das Wachstum der Banken jeweils über fünf Prozent, während die Schattenbanken unter zwei Prozent blieben.

Nur in einem einzigen Jahr, 2013, haben die Schattenbanken die Banken in den Schatten gestellt, aber mit einem sehr mäßigem Plus von rund 2,5 Prozent. "Insgesamt ist der Sektor auf einem gedrückten Niveau geblieben", schreiben die Analysten. Einzelne Bereiche, etwa die Auto- und die Studienfinanzierung, sind aber stark gewachsen - gerade dort zeigen sich auch höhere Ausfallraten.

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