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Trading-Portal Robinhood stoppt seine Expansion nach Europa

Der amerikanische Neobroker hat seinen Marktstart in Großbritannien auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch der Start in Deutschland ist vorerst passé.
21.07.2020 - 17:27 Uhr Kommentieren
Die App will insbesondere jungen Leuten den Zugang zum Finanzmarkt erleichtern. Quelle: Reuters
Robinhood-App

Die App will insbesondere jungen Leuten den Zugang zum Finanzmarkt erleichtern.

(Foto: Reuters)

Frankfurt, New York Die Anbieter europäischer Trading-Portale können aufatmen: Ihr amerikanisches Vorbild Robinhood wird ihnen vorerst keine Konkurrenz machen. Erst im vergangenen November hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass es in diesem Jahr in den britischen Markt starten wolle. Interessenten konnten sich bereits in eine Warteliste eintragen. Darauf sollen laut „Guardian“ zuletzt mehr als 250.000 Personen gestanden haben.

Nun die Kehrtwende: Wie britische Medien berichten, hat der Neobroker die Interessenten am Dienstag informiert, dass er seinen Start auf unbestimmte Zeit verschieben werde. Hintergrund dürften unter anderem Probleme infolge des Selbstmords eines amerikanischen Kunden sein.

In einer Stellungnahme führte Robinhood aus, dass sich in den vergangenen Monaten viel verändert habe und man sich wieder auf das Kerngeschäft in den USA konzentrieren wolle. Die globalen Expansionspläne seien vorerst auf Eis gelegt. Wander Rutgers, der das Geschäft in Großbritannien aufbauen sollte, hatte im vergangenen Jahr noch davon gesprochen, dass sich Robinhood auch andere Märkte in Europa anschaue, darunter auch Deutschland.

Robinhood zählt mittlerweile 13 Millionen Nutzer und ist der Pionier der sogenannten Neobroker. Im Gegensatz zu klassischen Anbietern verlangen sie für den Wertpapierhandel deutlich geringere Gebühren von teils null Euro pro Order. Zudem setzen sie auf einfach zu bedienende Smartphone-Apps. Teils enthalten diese auch spielerische Elemente und zielen mit einer farbenfrohen Gestaltung auf jüngere Nutzer ab. Seit 2019 gibt es auch in Deutschland Nachahmer, darunter Trade Republic, Gratisbroker, Smartbroker, Just Trade und Scalable Capital.

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    Zusätzlich profitierte die App von der Coronakrise. Viele Amerikaner haben die Aktienmärkte für sich entdeckt, was den Trend zum Day-Trading befeuert. Prominente Day-Trader sorgen mit teils riskanten Optionsgeschäften für Aufsehen – und die einfachen und günstigen Trading-Apps laden zum Nachahmen ein.

    In den vergangenen Wochen war Robinhood zunehmend in die Kritik geraten. Im März war das Portal an einem besonders starken Börsentag wegen eines technischen Problems nicht erreichbar gewesen. Im Juni hatte ein 20-jähriger Nutzer Selbstmord begangen. Der Student hatte mit komplexen Optionen gehandelt und selbst eingeräumt, dass er nicht genau wusste, welche Risiken er sich damit auflud. Als er sich seinen Kontostand anzeigen ließ, sah er offenbar ein Minus von mehr als 700.000 Dollar.

    In einer Stellungnahme hatten die Robinhood-Gründer Vlad Tenev und Baiju Bhatt daraufhin Reformen angekündigt. Unter anderem soll die Kommunikation mit Optionshändlern auf der Plattform verbessert werden. Auch will das Start-up einen „Options-Experten“ einstellen und zusätzliche Erklärmaterialien auf der Webseite anbieten.

    Mehr: US-Kleinanleger befeuern die Rally und riskieren ihr Vermögen.

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