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Umbau-Pläne Commerzbank könnte doch weniger Stellen abbauen

Bei der Commerzbank könnten laut der Gewerkschaft Verdi weniger als 4000 Arbeitsplätze statt bis zu 6000 Stellen wegfallen. Details zum Umbau und Stellenabbau sollen auf einer mehrtätigen Klausurtagung geklärt werden.
05.06.2013 - 14:31 Uhr Kommentieren
Das neue Logo der Commerzbank in Frankfurt. Verdi hofft auf weniger Entlassungen als ursprünglich angekündigt. Quelle: dpa

Das neue Logo der Commerzbank in Frankfurt. Verdi hofft auf weniger Entlassungen als ursprünglich angekündigt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Bei der Commerzbank könnten nach den Erwartungen der Gewerkschaft Verdi weniger als 4000 Arbeitsplätze statt bis zu 6000 Stellen wegfallen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeitnehmer einem Abbau von 4000 oder mehr Stellen zustimmen können“, sagte Mark Roach, der für Verdi im Aufsichtsrat der Commerzbank sitzt, der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut einem Vorabbericht vom Mittwoch. Den Durchbruch soll Finanzkreisen zufolge eine mehrtägige Klausurtagung von Management und Arbeitnehmer-Vertretern vom 10. bis 14. Juni in einem Hotel bei Bonn bringen. „Ich sehe die Chance, dass die Beteiligten sich einigen“, sagte Roach, der im Hintergrund in die Verhandlungen eingebunden ist.

Eine Commerzbank-Sprecherin bekräftigte am Mittwoch die Linie des Instituts: „Wir hoffen, im Sommer 2013 wesentliche Ergebnisse vorstellen zu können.“

Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing hatte im Januar von bis zu 6000 Stellen gesprochen, die im Zuge des Umbaus der Bank vor allem im Filialgeschäft und in Dienstleistungsfunktionen in der Zentrale wegfallen müssten. Vor Beginn der konkreten Verhandlungen war der Vorstand aber schon auf die Arbeitnehmer zugegangen. In den 1200 Filialen sollen nach einer „Grundsatzerklärung“ bis Ende 2015 zunächst 1800 Arbeitsplätze abgebaut werden. Ob dort anschließend weitere 1600 gestrichen werden, soll vom Erfolg des Umbaus im Filialgeschäft abhängig gemacht werden. Wenn die ersten 600 Mitarbeiter in Deutschland bis Ende dieses Jahres die Bank verlassen haben, will sie bis Ende 2014 auf Kündigungen im Zuge des Stellenabbaus verzichten, ein Jahr länger als vereinbart. Bis Ende kommenden Jahres sollen erste Erfolge des Umbaus sichtbar sein, der im Herbst beginnen soll.

Schon damit hatte sich abgezeichnet, dass der Abbau vorerst nur gut 4000 Commerzbank-Mitarbeiter beträfe. „Gelingt uns das, wird sich der notwendige konzernweite Abbau eher am unteren Ende der kommunizierten Bandbreite bewegen“, erklärte Personalchef Ulrich Sieber. Verdi-Funktionär Roach erklärte, ein Abbau von weniger als 3000 Arbeitsplätzen ließe sich über die natürliche Fluktuation – etwa freiwillige Kündigungen und Verrentung – bewerkstelligen, wenn er sich über drei, vier oder fünf Jahre ziehe.

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    Über die Streichung von 500 Stellen bei dem zur Abwicklung anstehenden Immobilienfinanzierer Hypothekenbank Frankfurt (der vorherigen Eurohypo) hat sich die Commerzbank schon mit dem Betriebsrat verständigt. Dort muss die Hälfte der Belegschaft gehen.

    • rtr
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