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US-Bank JP-Morgan-CEO Dimon bemüht sich nach Rassismusvorwürfen um Schadensbegrenzung

Nach Berichten über Rassismusvorfälle schreibt der Chef der Bank einen Brief an seine Mitarbeiter. Firmenkultur und Prozesse sollen nun geprüft werden.
15.12.2019 - 18:10 Uhr Kommentieren
Die US-Bank sieht sich mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Quelle: dpa
JP Morgan

Die US-Bank sieht sich mit Rassismusvorwürfen konfrontiert.

(Foto: dpa)

New York Der Chef von JP Morgan Chase, Jamie Dimon, hat sich mit deutlichen Worten an seine Mitarbeiter gewandt. „Rassismus und Hass in jeder Form widern mich an“, schrieb der Chef von Amerikas größter Bank in einem offenen Brief an seine Mitarbeiter. „Egal ob explizit, verschleiert, absichtlich oder unbewusst – so ein Verhalten ist inakzeptabel und gibt nicht wieder, wer wir sind als Unternehmen und wie wir mit unseren Kunden umgehen“, stellte Dimon klar.

Der am längsten amtierende Chef einer Wall-Street-Bank betreibt Schadensbegrenzung, nachdem die „New York Times“ (NYT) über Rassismus und Diskriminierung in einer JP-Morgan-Filiale im US-Bundesstaat Arizona berichtet hat. In einem Fall wies ein Bankmanager einen Kollegen an, einer afroamerikanischen Kundin nicht zu helfen, die 400.000 Dollar investieren wollte. Bei dem Geld handelte es sich um eine Entschädigungszahlung nach einem Todesfall. Doch da die Kundin „noch nie Geld über hatte“, würde sie das Geld einfach verprassen. „Das ist kein Geld, das sie respektiert. Sie hat es nicht selbst verdient“, so der JP-Morgan-Manager, wie aus Audiomitschnitten hervorgeht, die die „NYT“ ebenfalls veröffentlichte.

In einem anderen Fall versuchte ein ehemaliger Footballspieler, ein Privatkunde zu werden und dadurch in den Genuss von Rabatten und exklusiven Einladungen zu kommen. In seiner Sportlerkarriere hatte er insgesamt 13 Millionen Dollar verdient. Doch die Bank ließ ihn zappeln. Als er schließlich in der Filiale auftauchte, bekam er von einem JP-Morgan-Mitarbeiter eine krude Begründung.

„Sie sind größer als der Durchschnitt. Und sie sind auch Afroamerikaner. Wir sind in Arizona. Leute wie Sie sieht man hier nicht so oft“, so der Mitarbeiter in einem Gespräch, von dem es ebenfalls einen Audiomitschnitt gibt. JP Morgan teilte mit, sich von dem Mitarbeiter getrennt zu haben.

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    Dimon ordnete eine umfassende Überprüfung der Firmenkultur und diverser Prozesse an. Zudem wurde eine E-Mail-Hotline geschaltet, über die sich Mitarbeiter mit Verbesserungsvorschlägen an ihre Vorgesetzten wenden können. Dimon engagiert sich seit Jahren für mehr Diversität an der Wall Street. Mehr als die Hälfte der Vorstandsposten wird von Frauen geführt.

    Doch es bleibt viel zu tun. Im vergangenen Jahr zahlte die Bank 24 Millionen Dollar, um eine Klage von sechs Mitarbeitern aus der Vermögensverwaltung beizulegen. Sie fühlten sich wegen ihrer Hautfarbe systematisch diskriminiert. Die Bank bestritt jedoch „Fehlverhalten jeglicher Art“.

    Mehr: Frauen sind in der Branche noch immer deutlich unterrepräsentiert. Wissenschaftler haben nachgewiesen: Das ist schlecht für die Performance der Fonds.

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