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US-Großbank Goldman Sachs kauft Kreditkartensparte von General Motors

Mit dem Kauf der Kreditkartensparte übernimmt die Goldman Sachs über eine Millionen Kunden des Autokonzerns. Sie sticht wohl einen britischen Konkurrenten aus.
02.10.2020 - 17:26 Uhr Kommentieren
Die US-Investmentbank hofft GM-Karteninhabern künftig eigene Produkte verkaufen zu können. Quelle: Reuters
Goldman Sachs

Die US-Investmentbank hofft GM-Karteninhabern künftig eigene Produkte verkaufen zu können.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Die US-Investmentbank Goldman Sachs kauft einem Medienbericht zufolge das Kreditkartengeschäft des Autokonzerns General Motors (GM). Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider. Der Preis soll bei 2,5 Milliarden Dollar liegen.

Durch den Zukauf würde die Bank ihr Geschäft mit Privatkunden deutlich ausbauen. Es soll sich um eine Million Kunden handeln, mit jährlich 8,5 Billionen Dollar Kreditkartenumsätze.
Auf den Preis habe sich Goldman bereits mit Capital One geeinigt, die die GM-Karten seit 2012 ausgeben. Geplant sei, den Deal in ein paar Wochen abzuschließen. Vergangenes Jahr hatte die Großbank ihre erste eigene Kreditkarte in Kooperation mit Apple eingeführt.

Dem Bericht zufolge dürfte Goldman einen Aufpreis auf die ausstehenden Kreditkartenschulden der GM-Kunden zahlen. Die Bank hoffe jedoch, künftige Verluste durch den Verkauf eigener Produkte an GM-Karteninhabern, etwa Online-Sparkonten, Privatkredite und Investitionsprodukte auszugleichen.

Auch die britische Bank Barclays hatte demnach Interesse an der Kreditkartensparte. Die Zeitung berichtet, sowohl Goldman als auch Barclays hätten in ihrer Präsentation bei GM die Idee des Autos als E-Commerce-Portal weiter entwickelt. Eine Idee, die GM gefallen haben könnte. Schließlich ist GM der erste Konzern, der es seinen Kunden ermöglicht hat, über ein Touchscreen im Auto Lebensmittel zu bestellen, für die Tankfüllung zu bezahlen und sogar Hotelzimmer zu buchen.

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