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US-Großbank JP Morgan meldet Hackerangriff auf 83 Millionen Konten

Erst vor kurzem hatte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon Millionenausgaben für Cybersicherheit bekanntgegeben. Nun ist die US-Großbank erneut Opfer eines massiven Hackerangriffs geworden. Allerdings gibt das Geldhaus Entwarnung.
03.10.2014 - 00:20 Uhr Kommentieren
Mitarbeiter von JP Morgan an der New Yorker Börse: Die US-Großbank ist einem Medienbericht zufolge Opfer eines Hackerangriffs geworden. Quelle: Reuters

Mitarbeiter von JP Morgan an der New Yorker Börse: Die US-Großbank ist einem Medienbericht zufolge Opfer eines Hackerangriffs geworden.

(Foto: Reuters)

New York Die US-Großbank JP Morgan ist nach eigenen Angaben Opfer eines massiven Hackerangriffs geworden. Rund 76 Millionen Haushalte und sieben Millionen kleine Unternehmen seien von dem Datenleck betroffen, teilte das Geldhaus mit Sitz in New York am Donnerstag mit. Demnach wurden Kundendaten wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Email-Adressen gestohlen.

Laut JP Morgan gebe es jedoch keine Hinweise auf einen Diebstahl von Informationen wie Kontonummern, Passwörter oder Sozialversicherungsnummern der Kunden. Zudem sei kein ungewöhnlicher Kundenbetrug im Zusammenhang mit dem Vorfall festgestellt worden. „Ihr Geld bei JP Morgan Chase ist sicher“, heißt es in der Mitteilung an die Kunden. In Zusammenarbeit mit der Polizei gehe die Bank der Cyberattacke nach, hieß es weiter.

Erst kürzlich hatte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon im Jahresbericht an die Aktionäre zwar von Millionenausgaben für Cybersicherheit berichtet, jedoch zugleich eingeräumt, dass Sorgen vor Hackerangriffen bestehen blieben. Zum Jahresende dürften sich die Kosten für Schutzmaßnahmen laut Schätzungen der Bank auf rund 250 Millionen Dollar (rund 198 Millionen Euro) belaufen. Zudem beschäftigt das Finanzhaus 1000 Angestellte im Bereich Cybersicherheit.

Vor gut einem Monat war bekannt geworden, dass JP Morgan Opfer eines großangelegten Hackerangriffs wurde. Die Attacke soll Mitte August stattgefunden und auch andere Institute betroffen haben. Es ist aber noch unklar, ob es sich diesmal um denselben Angriff handelt.

Ebenfalls im August erklärte das FBI, in Kooperation mit dem Secret Service den Umfang jüngster Hackerangriffe auf amerikanische Finanzinstitute untersuchen zu wollen.

  • ap
  • dpa
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