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US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae braucht keine neuen Staatshilfen

Erstmals seit seiner Rettungsaktion braucht die Hypothekenbank keine neue finanzielle Unterstützung. Seit der Verstaatlichung pumpte die US-Regierung dem Immobilienfinanzierer über 116 Milliarden Dollar an Hilfen zu.
09.05.2012 - 19:25 Uhr Kommentieren
Ein Verkaufsschild in den USA: Der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae verschlang Milliarden der Regierung. Quelle: dpa

Ein Verkaufsschild in den USA: Der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae verschlang Milliarden der Regierung.

(Foto: dpa)

Washington Nach einem Gewinn im ersten Quartal 2012 kann der angeschlagene US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae vorerst auf neue Staatshilfen verzichten. Das im Zuge der Finanzkrise verstaatlichte Unternehmen legte am Mittwoch für die ersten drei Monate des Jahres einen Profit von 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) vor, verglichen mit einem Verlust von 6,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Erstmals seit der Rettungsaktion vor fast vier Jahren benötige Fannie Mae keine neuen Finanzhilfen und könne mit dem Quartalsergebnis auch die Rückzahlungsraten für frühere Hilfen stemmen.

Die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac waren im September 2008 verstaatlicht worden, um einen Kollaps der Institute und des gesamten US-Markts für Immobilienkredite zu verhindern. Seitdem hat die US-Regierung alleine Fannie Mae 116,1 Milliarden Dollar an Hilfen zur Verfügung gestellt. In den USA hatten damals einkommensschwache Hausbesitzer ihre Darlehen wegen steigender Zinsen nicht mehr abzahlen können. In einer Art Domino-Effekt löste dies eine weltweite Krise aus, weil die schlecht abgesicherten Kredite von Bank zu Bank als Geldanlage weitergereicht worden waren.

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