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US-Kontrolleure Fed ermahnt Deutsche Bank wegen anhaltender Compliance-Verstöße

Das Frankfurter Geldhaus kommt nicht schnell genug mit den vereinbarten Verbesserungen voran. Dafür fängt sich das Unternehmen einen Rüffel der US-Notenbank ein.
29.05.2021 Update: 31.05.2021 - 16:00 Uhr 1 Kommentar
Die US-Notenbank hatte das Frankfurter Institut in den vergangenen Jahren wegen verschiedener Verstöße im Visier. Quelle: dpa
Deutsche Bank

Die US-Notenbank hatte das Frankfurter Institut in den vergangenen Jahren wegen verschiedener Verstöße im Visier.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach den Erfolgen der vergangenen Wochen würde Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nur zu gerne die Skandale der Vergangenheit hinter sich lassen, aber das größte heimische Geldhaus wird immer wieder von seinen Problemen eingeholt.

Nach Informationen des Handelsblatts hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Deutsche Bank erneut wegen Compliance-Verstößen kritisiert.

Über die offizielle Rüge hatte zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Demnach hat die Fed bei ihrer jährlichen Bewertung festgestellt, dass die Bank bei den vereinbarten Verbesserungen in Sachen Risikomanagement und Compliance hinterherhinke.

Damit würden der Deutschen Bank Sanktionen, einschließlich hoher Geldstrafen drohen. Das Frankfurter Geldhaus wollte die Beschwerde der Fed nicht kommentieren.

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    Die Rüge der US-Notenbank ist nicht nur ein herber Rückschlag für Vorstandschef Sewing, sondern auch für die US-Chefin Christiana Riley, die 2020 angetreten war, um die seit Jahren belastete Beziehung der Bank zu den Aufsehern in den USA zu verbessern.

    Deutsche Bank: Bereits 178 Millionen Dollar Strafe gezahlt

    Die Frankfurter hatten immer wieder Ärger mit der Fed, die auch für die Überwachung der Großbanken zuständig ist, und mussten unter anderem 137 Millionen Dollar bezahlen, um Anschuldigungen über Manipulationen am Devisenmarkt aus der Welt zu schaffen. 41 Millionen Dollar wurden für Schwächen bei der Bekämpfung von Geldwäsche fällig.

    Die Bank hat aber nicht nur in den USA Ärger mit der Compliance. Auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin moniert die schleppenden Fortschritte bei der Verbesserung der internen Kontrollsysteme zur Geldwäschebekämpfung.

    Die Behörde hatte deshalb vor Kurzem das Mandat des von ihr 2018 eingesetzten Sonderaufpassers KPMG bei dem Geldhaus nicht nur verlängert, sondern auch erweitert. Die Deutsche Bank war das erste deutsche Institut, bei dem die Bafin einen Sonderaufpasser eingesetzt hat.

    Der Deutschen Bank droht auch beim Thema Cum-Ex Ärger

    In der Folge wurde bei der Deutschen Bank die Zuständigkeit für die Bekämpfung der Finanzkriminalität neu geordnet. Im Vorstand hat Stefan Simon im Mai die Verantwortung für diesen Bereich von Risikovorstand Stuart Lewis übernommen. Außerdem hat die Bank ihren Chefverantwortlichen für den Kampf gegen die Geldwäsche ausgetauscht: Der bisherige Leiter der US-Rechtsabteilung Joe Salama soll Stephan Wilken ersetzen.

    Ärger mit den Behörden droht der Bank auch im Steuerskandal um so genannte Cum-Ex-Geschäfte, bei denen der Staat um Milliarden von Steuereinnahmen geprellt wurde. Nach Informationen des Handelsblatts haben die Staatsanwälte bei der Deutschen Bank etwa 90 Verdächtige in Visier, darunter auch einen aktuellen Vorstand.

    Zum Kreis der Betroffenen zählen außerdem bekannte Namen wie Ex-Vorstandschef Josef Ackermann, der frühere Co-CEO Anshu Jain und der im Sommer 2019 verabschiedete Vorstand Garth Ritchie.

    In seiner Rede auf der Hauptversammlung vor wenigen Tagen hatte Sewing eingeräumt, dass die Bank nach wie vor Schwächen in Sachen Compliance habe: „Bei der Überprüfung unserer Kunden und vor allem in der täglichen Überwachung der Zahlungsströme, dem sogenannten transaction monitoring, werden wir dem Anspruch unserer Aufseher noch nicht voll gerecht – und auch nicht unserem eigenen“, sagte der Vorstandschef. „Wir wissen, dass wir noch viel zu tun haben.“

    Mehr: Die fünf offenen Cum-Ex-Baustellen der Deutschen Bank

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    1 Kommentar zu "US-Kontrolleure: Fed ermahnt Deutsche Bank wegen anhaltender Compliance-Verstöße"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Keine Bestätigung durch die FED oder die Deutsche Bank.Sogenannte Informanten via Bloomberg ?

      Laufen die Geschäfte im zweiten Quartal so gut, dass der Kurs rasch noch ein bisschen gedrückt werden muss.....?

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