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US-Wahlkampf Wie Kamala Harris bei der Wall Street ankommt

Joe Bidens Vize-Kandidatin gilt als moderat, auch wenn sie sich für eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat. Für die großen Banken hätte es schlimmer kommen können.
12.08.2020 - 22:40 Uhr Kommentieren
Die kalifornische Senatorin geht zusammen mit Joe  Biden ins Rennen ums Weiße Haus. Quelle: AFP
Wall Street ist zufrieden mit Kamala Harris

Die kalifornische Senatorin geht zusammen mit Joe Biden ins Rennen ums Weiße Haus.

(Foto: AFP)

New York Die Wall Street hat erleichtert auf Joe Bidens Ankündigung reagiert. Vize-Kandidatin Kamala Harris „ist die politisch sichere Entscheidung“, schrieb Brian Gardner von der Investmentbank KBW in einer aktuellen Analyse. „Auch wenn das für Finanztitel leicht negativ ist.“

Harris saß in ihrer Zeit als Senatorin nicht im Bankenausschuss, sie hatte in den vergangenen Jahren daher kaum mit der Wall Street zu tun. Als Generalstaatsanwältin von Kalifornien verhandelte sie jedoch hart mit den Banken, um nach der Finanzkrise deutlich höhere Strafzahlungen herauszuholen.

Sie hat sich während ihrer eigenen Präsidentschaftskandidatur im vergangenen Jahr jedoch für eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen, um für die von ihr vorgeschlagene Gesundheitsreform zu bezahlen. Das kam bei ihrer Partei gut an. Gardner geht davon aus, dass das Thema auch in den kommenden Monaten noch einmal an Fahrt gewinnt und Finanzaktien daher belasten könnte.

Biden hatte bereits in den vergangenen Wochen verstärkt Unterstützung von wichtigen Geldgebern aus der Finanz- und Technologiebranche bekommen. Die Tech-Firmen kennen Harris bereits aus ihrer Zeit in Kalifornien gut und scheinen mit Bidens Wahl ebenfalls zufrieden zu sein. Auch wenn Trump in den vergangenen Tagen erneut mit Steuersenkungen um die Gunst der Wähler warb, viele Banker und Manager in Corporate America haben genug von dem erratischen, unberechenbaren und kontroversen Führungsstil des Präsidenten, auch wenn sie unter Biden höhere Steuern zahlen würden.

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    Insgesamt werde Harris jedoch keine besondere Auswirkung auf die Aktienmärkte haben, glaubt der KBW-Analyst. Für die Wall Street hätte es deutlich schlimmer kommen können, vor allem, wenn sich Biden für Elizabeth Warren entschieden hätte. Die Senatorin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin gehört zum linken Flügel der Partei, sitzt im Bankenausschuss und ist für ihre harsche Kritik an der Finanzindustrie bekannt. Während einer Anhörung vor drei Jahren führte Warren den damaligen Chef von Wells Fargo, John Stumpf, derart vor, dass er kurz danach zurücktreten musste.

    „Unsere Kunden wollten wissen, ob Biden weiterhin in der Mitte des politischen Spektrums bleibt. Harris zementiert das. Sie wird Biden nicht viel weiter nach links ziehen“, glaubt Charley Myers, Gründer des Analysehauses Signum.

    Während ihrer Präsidentschaftskandidatur sammelte Harris Spenden insgesamt 40 Millionen Dollar ein, von einer ganzen Reihe von Unternehmen, aus der Film- und der Immobilienbranche, genauso wie von Finanzinstituten. Ihr Finanzchef war Jon Henes, Partner der Restrukturierungsfirma Kirkland & Ellis. Selbst Donald Trump und dessen Tochter Ivanka spendeten vor Jahren für Harris, als sie für den Posten der Generalstaatsanwältin in Kalifornien kandidierte. Trumps Finanzminister Stephen Mnuchin unterstützte sie 2016 finanziell bei ihrer Kandidatur für den Senat.

    In den vergangenen Monaten nutzte Harris ihren guten Ruf, um Gelder einzusammeln, die keinem bestimmten Kandidaten, sondern der Partei insgesamt zur Verfügung gestellt wurden.

    Mehr: Was Joe Biden für die Wall Street bedeuten würde

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