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USA Trumps Bankerin bei der Deutschen Bank tritt zurück

Rosemary Vrablic hat Donald Trump Kredite über Hunderte Millionen Dollar gegeben. Doch sie soll privat Geschäfte mit einer Firma des Schwiegersohns gemacht haben.
23.12.2020 - 03:04 Uhr 2 Kommentare
Die Deutsche Bank ist während Donald Trumps Amtszeit immer wieder in den Schlagzeilen gelandet. Quelle: AFP
Deutsche Bank in New York

Die Deutsche Bank ist während Donald Trumps Amtszeit immer wieder in den Schlagzeilen gelandet.

(Foto: AFP)

New York Während US-Präsident Donald Trump seinen Abschied aus dem Weißen Haus vorbereitet, verabschiedet sich bei der Deutschen Bank seine persönliche Bankerin. Rosemary Vrablic, Managing Director und Senior Banker für die wohlhabende Kundschaft hat vor kurzem ihren Rücktritt eingereicht. Sie hatte Donald Trump Kredite im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar gesichert.

„Ich habe entschieden, meine Position zum 31. Dezember niederzulegen“, teilte die 60-jährige Bankerin am Dienstag mit und ein Sprecher der Bank bestätigte, dass die Bank den Rücktritt akzeptiert hat.

Die Deutsche Bank hat sich während Trumps Amtszeit in der unbequemen Lage befunden, dass das Finanzinstitut der größte Gläubiger des Präsidenten war. Immer wieder war sie deshalb in den Schlagzeilen gelandet und auch von Politikern unter Druck gesetzt worden, Informationen über Trumps Geschäfte preiszugeben.

Vrablic holte Trump zur Deutschen Bank

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    Vrablic spielte bei den Geschäften mit Trump eine entscheidende Rolle. Die Bankerin war im Jahr 2006 von Bank of America zur Deutschen Bank gewechselt, als sie bereits für die Kushner-Familie arbeitete. Im Jahr 2011 warb sie dann den Immobilienunternehmer und Reality-TV-Star Donald Trump.

    Der galt zwar nicht als besonders kreditwürdig. Aber die Deutsche Bank wollte damals ganz oben mitspielen mit den Großen der Branche. Deshalb akzeptierte sie auch Risiko-Kunden wie Trump, den andere Kredithäuser bereits kaum mehr finanzieren wollten.

    Interne Untersuchung wegen eines Immobiliendeals mit Jared Kushner

    Warum Vrablic ausgerechnet jetzt zurücktritt, war am Dienstag unklar. Allerdings hatte die Bank erst im August eine interne Untersuchung in einen privaten Immobiliendeal zwischen ihr und einer Firma eingeleitet, an dem Trumps Schwiegersohn Jared Kushner beteiligt war. Eigentlich dürfen Bankmitarbeiter keine privaten Geschäfte mit Kunden machen.

    Im Juni 2013 hatte Vrablic zusammen mit zwei anderen Deutsche Bank-Mitarbeitern für 1,5 Millionen Dollar ein Apartment auf der Park Avenue gekauft das der Firma Bergel 715 Associates gehörte, an der Kushner beteiligt war. Ihr Kollege Dominic Scalzi, der ebenfalls in dem Dokument als Käufer genannt ist, wird auch Ende Dezember die Deutsche Bank verlassen.

    Vrablic hatte Trump laut einem Bericht der New York Times unter anderem die Kredite für das Doral Golf Resort in Florida, für das verlustreiche Hochhaus in Chicago und für den Umbau des Alten Postgebäude in Washington DC in ein Luxushotel gegeben. Zusammen beliefen sich die Finanzierungen auf mehr als 300 Millionen Dollar.  

    Mehr: Deutsche Bank übermittelte Trumps Finanzunterlagen an die New Yorker Staatsanwaltschaft

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    2 Kommentare zu "USA: Trumps Bankerin bei der Deutschen Bank tritt zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herr Thomas Troch
      Bezüglich der Deutschen Bank in Deutschland habe ich immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Mitarbeiter der Bank sind extrem gute wirtschaftliche Berater in auch mal nicht ganz so einfachen Finanzierungssituationen und klären sehr gut auf bezüglich Chancen und Risiken.
      Dass die amerikanischen Banken, vielleicht auch die von der Deutschen Bank übernommenen, nicht so sehr auf Qualität achten, ist seit der Finanzkrise und Asset-Backed-Securities allgemein bekannt.
      Herr Christian Sewing traue ich eine deutliche Verbesserung des amerikanischen Geschäftes mit deutlich reduziertem Personal zu. Das ist der richtige Weg.

    • na toll die Dame und ihr Kollege haben ihre Schäfchen im Trockenen und dann ist es doch kein Problem zu gehen alles paletti, unglaublich. Die Deutsche Bank ist zu einem der unseriösen Institute geworden Schande.Sie haben ja schon seit langem das Sprichwort umgedreht zu vertrauen ist besser als Kontrolle

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