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Verkauf der Polbank Raiffeisen erhöht Mitgift für polnische Tochter

Die Raiffeisen Bank International will ihre polnische Tochter Polbank verkaufen. Um die trotz deren Schweizer-Franken-Krediten Interessenten anzubieten, hat sich das Kreditinstitut nun eine Strategie überlegt.
07.04.2015 - 11:31 Uhr Kommentieren
Die Raiffeisen Bank International sucht derzeit einen Käufer für ihre polnische Tochter Polbank. Quelle: Reuters
Die polnische Raiffeisen-Tochter Polbank.

Die Raiffeisen Bank International sucht derzeit einen Käufer für ihre polnische Tochter Polbank.

(Foto: Reuters)

Wien Die Raiffeisen Bank International will den Verkauf ihrer polnischen Tochter möglicherweise mit der Übernahme von Garantien beflügeln. Damit will die RBI den Interessenten ihre Tochter trotz deren Schweizer-Franken-Krediten schmackhaft machen.

„Wir werden dieses Thema auch mit dem Erwerber der Raiffeisen Polbank erörtern. Es ist die Frage, ob die Risiken zur Gänze übertragen werden“, sagte RBI-Chef Karl Sevelda in einem Interview mit der Tageszeitung „Standard“ vom Dienstag. Die Übernahme von Garantien für die Franken-Kredite sei dabei „eine von mehreren Varianten“.

Die polnische Aufsichtsbehörde KNF würde das begrüßen: Sie erwarte, dass sich der bestehende Eigentümer an den Kosten beteilige, die durch das Franken-Portfolio entstünden, sagte ein KNF-Sprecher.

Die RBI sucht derzeit einen Käufer für die Polbank, die ihren Kunden viele Kredite in Schweizer Franken vergeben hat. Zum Jahresende lag deren Volumen bei gut 2,8 Milliarden Euro. Seit der Krise hat die Schweizer Währung jedoch massiv an Wert gewonnen, was die Rückzahlung der Kredite für die Kunden erschwert.

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    Dennoch seien die Ausfallsraten in Polen „sehr gering“, weil die Bank dort nur an Kunden mit hoher Bonität Franken-Kredite vergeben habe, sagte Sevelda.

    Der Polbank-Verkauf ist Teil eines konzernweiten Schrumpfkurses der RBI, um die ausgedünnte Kapitaldecke aufzupolstern. Im Zuge dessen will die Bank ihre Kosten bis 2017 „noch einmal um 600 Millionen Euro reduzieren und so zwischen Ende 2013 und 2017 rund 900 Millionen Euro einsparen“, wie Sevelda sagte.

    Fusionen der einzelnen Raiffeisen Landesbanken erwarte er nicht. „Ich bin mir nicht so sicher, dass ein Sektorumbau kommt, und Zusammenlegungen von Landesbanken halte ich für außerordentlich unwahrscheinlich“, sagte er dem Blatt.

    • rtr
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