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Verkleinerung HGAA sucht Abnehmer für Südosteuropa

Die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hat den Verkauf ihres Südosteuropageschäfts gestartet. Nach möglichen Investoren sucht die Deutsche Bank - die Aussichten für einen raschen Deal sind aber gering.
21.05.2012 - 14:40 Uhr Kommentieren
Die Ex-BayernLB-Tochter arbeitet aktiv an der Verkleinerung. Quelle: dapd

Die Ex-BayernLB-Tochter arbeitet aktiv an der Verkleinerung.

(Foto: dapd)

Wien Die österreichische Staatsbank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) startet den Verkauf ihres Südosteuropageschäfts. Das Institut habe die Deutsche Bank mit der Suche nach möglichen Investoren beauftragt, sagte HGAA-Chef Gottwald Kranebitter am Montag. Damit wolle die ehemalige BayernLB-Tochter der EU zeigen, dass sie aktiv an der Verkleinerung des Instituts im Gegenzug für milliardenschwere Staatshilfen arbeitet.

Die Aussichten für einen raschen Verkauf sind jedoch mau. Viele Bankhäuser scheuen derzeit wegen der strengeren Eigenkapitalvorschriften vor Übernahmen zurück und treten selbst eher als Verkäufer auf. Im zweiten Halbjahr hofft Kranebitter jedoch auf ein „Auftauen" des Marktes: Bis Mitte Juni fordert die Europäische Bankenaufsicht (EBA) von den großen europäischen Banken eine harte Eigenkapitalquote von neun Prozent. Wenn sie diese Hürde genommen haben, könnten sich wieder mehr Käufer am Markt tummeln, sagte der HGAA-Chef. Das Institut wolle für einen Verkauf bereit sein, sobald sich eine Möglichkeit dafür biete.

Um die Staatskasse nicht neuerlich zu belasten, will Kranebitter bei dem Verkauf der insgesamt sechs Tochterbanken in Südosteuropa mindestens den Buchwert von 1,5 Milliarden Euro erlösen. „Ein wirklicher Erfolg ist bei all diesen großen Assets, den Steuerzahler nicht noch einmal Geld zu kosten, sondern die bestehenden Buchwerte am Markt auch unterzubringen", sagte er.

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