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Verschuldungsquote und Eigenhandel Parlament will Anforderungen für Schweizer Banken verschärfen

Verschuldungsquote rauf, Eigenhandel verbieten: Das Parlament der Schweiz will die Großbanken des Landes stärker regulieren. Zum Teil rennen sie offene Türen ein. Doch einige Unklarheiten sind noch zu beseitigen.
24.09.2015 - 15:49 Uhr
Aus dem Eigenhandel haben sich die Schweizer Großbanken schon freiwillig zurückgezogen. Nun soll das gesetzlich fixiert werden. Quelle: dpa
Schweizer Parlament

Aus dem Eigenhandel haben sich die Schweizer Großbanken schon freiwillig zurückgezogen. Nun soll das gesetzlich fixiert werden.

(Foto: dpa)

Zürich Das Schweizer Parlament will die großen Banken des Landes stärker an die Kandare nehmen. Die große Kammer sprach sich am Donnerstag dafür aus, die Anforderung für die Verschuldungsquote der Institute anzuheben. Zudem wollen die Abgeordneten den Großbanken UBS und Credit Suisse und drei weiteren Geldhäusern den riskanten Eigenhandel verbieten.

Der Schweiz steckt immer noch die UBS-Krise in den Knochen. 2008 musste die größte Schweizer Bank vom Staat gerettet werden. Inzwischen sind die Regeln verschärft worden und die Banken haben große Anstrengungen unternommen, um einen ähnlichen Fall zu verhindern. UBS und Credit Suisse fuhren die riskanten Geschäfte zurück und sorgten dafür, dass Probleme in einem Bereich nicht die ganze Bank in Schieflage bringen. „Grundsätzlich würde aber auch heute noch eine systemrelevante Bank, sollte sie in gravierende Schwierigkeiten geraten, die Volkswirtschaft mitreißen“, erklärte Thomas Aeschi von der Schweizerischen Volkspartei. „Und der Staat wäre damit gezwungen, diese Banken zu retten, was im schlimmsten Fall zu einem Staatsbankrott führen könnte.“

Die Großbanken haben sich in den vergangenen Jahren bereits aus dem Eigenhandel zurückgezogen, sodass die Abgeordneten mit dieser Forderung offene Türen einrennen. Anders verhält es sich mit der ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio). Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte dafür, dass die Banken mindestens sechs Prozent erreichen sollen. Unklar ist, auf welche der unterschiedlich Definitionen der Verschuldungsquote sie sich beziehen. Gemäss der in der Schweiz gebräuchlichsten Definition kam die UBS zuletzt auf 4,7 Prozent und die Credit Suisse auf 4,3 Prozent.

Die Stars der Bankenwelt
Beste Devisenbank: Citibank
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Das US-Magazin „Global Finance“ hat für seine Rangliste der besten Banken 2015 Banken mehrerer Länder unter die Lupe genommen. In die Wertung flossen dabei objektive Kriterien wie das Wachstum des verwalteten Vermögens oder die Profitabilität ebenso ein wie subjektive Einschätzungen von Bankberatern oder Analysten. Die Gewinner wurden in zwölf Kategorien gekürt.

In der Kategorie beste Devisenbank wurde die Citibank ausgezeichnet. Die Marktkapitalisierung erreichte in diesem Jahr 155,8 Milliarden Dollar.

(Foto: AFP)
Beste islamische Bank: Al Baraka Bank
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Die Al Baraka Bank mit Sitz in Bahrain ist für „Global Finance“ das beste islamische Finanzinstitut. Die Bank verfüge über eine starke Präsenz im mittleren Osten und Nordafrika mit Standorten in Libyen, Tunesien, Sudan, Algerien, Libanon und Ägypten. Außerdem unterhält die Bank Niederlassungen in Südafrika, Indonesien, Pakistan und der Türkei. Die Marktkapitalisierung der Al Baraka Bank wurde in diesem Jahr auf 1,21 Milliarden Dollar beziffert.

(Foto: Screenshot Facebook)
Cash Management: Citigroup
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Auch im Cash Management sieht „Global Finance“ die Citibank an der Spitze. Die entsprechende Sparte der Bank verfügt über eine beeindruckende Kundenliste mit multinationalen Firmen und auch Finanzinstituten.

(Foto: AFP)
Bester Handelsfinanzierer: HSBC
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In der Kategorie „Bester Handelsfinanzierer” kann die britische HSBC punkten. HSBC gehört nicht nur zu den größten Unternehmen der Welt sondern ist auch Europas größte Bank. Ermöglicht wurde dies vor allem durch eine Marktkapitalisierung von 140,9 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Beste Sub-Depotbank: Citibank
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Und in noch einer Kategorie siegt die Citibank. Als beste Sub-Depotbank sieht „Global Finance“ das Geldhaus ganz vorne. Die US-Großbank verfüge vermögensrechtlich über das größte Depot-Netzwerk der Welt. Die Marktkapitalisierung der US-Großbank erreichte in diesem Jahr umgerechnet 155,8 Milliarden Dollar.

(Foto: AFP)
Beste Investmentbank: JP Morgan
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In der Kategorie beste Investmentbank wurde die US-Bank JP Morgan ausgezeichnet. Mit Einnahmen von 1,093 Milliarden Dollar allein durch Anleihe-Geschäfte ist die Bank in diesem Bereich die Nummer eins. Das Geldhaus ist die größte Bank der USA und laut „Forbes“ das weltweit zweitgrößte börsennotierte Unternehmen. Die Marktkapitalisierung der Bank erreichte 2015 231,4 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Beste Depotbank: Bank of New York Mellon
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Mit einer verwalteten Vermögenssumme von mehr als 27 Milliarden Dollar ist die Bank of New York Mellon laut „Global Finance“ die größte Depotbank der Welt. Die Marktkapitalisierung der US-Bank erreichte in diesem Jahr 43,2 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)

Innerhalb den nächsten drei bis sechs Monaten stimmt auch die kleine Kammer über den Vorschlag ab. Erst wenn die Vertretung der Kantone dem Vorschlag zustimmt, muss die Regierung einen Gesetzesvorschlag ausarbeiten.

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    Unabhängig davon hat Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf angekündigt, dass die Anforderungen bezüglich der Verschuldungsquote verschärft werden sollen. Bis Ende des laufenden Jahres will sie einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

    Eine Credit-Suisse-Sprecherin erklärte, die Bank unterstütze die Stoßrichtung der geplanten Maßnahmen, mahnte aber, dass die Schweiz den Zeitpunkt der Einführung mit dem Ausland abstimme. UBS wollte sich nicht äußern.

    • rtr
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