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Vision 2030 Saudi-Arabien will mit Großfusion neuen Banken-Champion schaffen

Der saudische Kronprinz treibt den Umbau der Wirtschaft voran. Teil des Plans: eine Fusion der National Commercial Bank mit der Samba Bank.
12.10.2020 - 12:00 Uhr Kommentieren
Die NCB will 0,739 neue Aktien für jede Samba-Aktie anbieten. Quelle: Reuters
Gebäude der National Commercial Bank (NCB) in Riad

Die NCB will 0,739 neue Aktien für jede Samba-Aktie anbieten.

(Foto: Reuters)

Köln Die National Commercial Bank (NCB), Saudi-Arabiens größter Kreditgeber nach Vermögenswerten, will die konkurrierende Samba Financial Group für 15 Milliarden Dollar (12,7 Milliarden Euro) kaufen. Es wäre die größte Bankenübernahme in diesem Jahr. Es wird erwartet, dass das Geschäft in der ersten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen wird.

Laut einer Erklärung am Sonntag will die NCB 28,45 Riyals (6,42 Euro) pro Samba-Aktie zahlen. Der Börsenwert der Samba Financial Group wird auf etwa 55,7 Milliarden Riyals (12,58 Milliarden Euro) geschätzt. Der Staatsfonds des Königreichs, der größte Einzelaktionär der beiden Banken, soll mit 37,2 Prozent den größten Anteil an dem fusionierten Unternehmen halten.

Die neue Bank soll über ein Gesamtvermögen von mehr als 220 Milliarden Dollar (186 Milliarden Euro) verfügen und damit der drittgrößte Kreditgeber in der Golfregion werden. Ihr angestrebter Börsenwert von 46 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) entspricht fast dem der Qatar National Bank (QPSC), die mit einem Vermögen von etwa 268 Milliarden Dollar (227 Milliarden Euro) nach wie vor der größte Kreditgeber im Nahen Osten ist.

Hintergrund des Zusammenschlusses ist die derzeit angespannte Situation der Volkswirtschaften im ölreichen Golf. Sie leiden unter der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen geringeren Energieeinnahmen.

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    Analysten beurteilten die Fusionspläne kritisch: „Unter dem Management der NCB sollte aus den überkapitalisierten Vermögenswerten von Samba ein besserer Wert erzielt werden“, schreiben Analysten von CI Capital in einer Mitteilung an die Kunden. Der Deal verschaffe der NCB jedoch die Möglichkeit, aggressiver zu wachsen.

    „Transformation erfordert widerstandsfähige Banken“

    Die Fusion ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung von Kronprinz Mohammed bin Salmans „Vision 2030“-Initiative zur Diversifizierung der saudischen Wirtschaft. Die Ökonomie soll ihre Abhängigkeit vom Öl reduzieren. Dazu sollen lokale Champions geschaffen werden – zum Beispiel in der Finanzbranche.

    Größte Anteilseigner an der neuen Großbank sollen neben dem saudischen Staatsfonds die staatliche saudische Rentenbehörde „Saudi Public Pension Agency“ mit 7,4 Prozent und das saudische Amt für Soziale Sicherheit „General Organisation for Social Insurance“ mit einem Anteil von 5,8 Prozent werden.

    Der derzeitige Vorsitzende der NCB, Saeed Al-Ghamdi, sagt: „Saudi-Arabien befindet sich mit der Vision 2030 in einem historischen Wandel. Eine solche Transformation erfordert einen robusten Finanzdienstleistungssektor, insbesondere hochkapitalisierte, widerstandsfähige Banken, die die wirtschaftliche Entwicklung finanzieren und Saudi-Arabiens Handels- und Kapitalströme mit der Region und dem Rest der Welt unterstützen können.“

    Die NCB will 0,739 neue Aktien für jede Samba-Aktie anbieten. Das Angebot liegt am unteren Ende der Spanne von 0,736 bis 0,787, die die Banken bei der Unterzeichnung eines ersten Rahmenabkommens im Juni festgelegt hatten.

    Das Angebot entspricht einem Aufschlag von 3,5 Prozent auf den Schlusskurs der Samba-Aktie von vergangenem Donnerstag, der bei 27,50 Riyals (6,21 Euro) lag. Zudem liegt es etwa 24 Prozent über dem Niveau, auf dem die Aktien vor der Veröffentlichung der Gespräche gehandelt wurden.

    An der fusionierten Bank sollen die bestehenden Aktionäre der NCB 67,4 Prozent halten und die Samba-Aktionäre 32,6 Prozent.

    Ammar Al-Khudairy, derzeitiger Vorsitzender von Samba, soll Vorsitzender der fusionierten Bank werden, der derzeitige NCB-Vorsitzende Saeed Al Ghamdi soll zum Geschäftsführer und CEO der Gruppe aufsteigen.

    Mehr: Die Ölpreise geben zum Wochenstart nach.

    • Bloomberg
    • catk
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