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Volksbanken-Spitzeninstitut Krisenbank Övag stockt mit Anleihentausch Kapital auf

Mit einem Anleihentausch hat die Övag-Bank ihr Kapitalpolster aufgestockt. Dass soll dem angeschlagenen Institut dabei helfen, möglichst ohne weitere Staatshilfen auszukommen. Ein Gewinn für 2013 ist trotzdem nicht drin.
23.07.2013 - 15:33 Uhr Kommentieren
Der positive Kapitaleffekt dürfte allerdings nicht ausreichen, um der Övag im laufenden Jahr zu einem positiven Ergebnis zu verhelfen. Quelle: dpa

Der positive Kapitaleffekt dürfte allerdings nicht ausreichen, um der Övag im laufenden Jahr zu einem positiven Ergebnis zu verhelfen.

(Foto: dpa)

Wien Das angeschlagene Volksbanken-Spitzeninstitut Övag hat sein Kapitalpolster mit einem Anleihentausch aufgestockt. Das harte Kernkapital (core tier 1) der teilstaatlichen Bank steigt dadurch um 153 Millionen Euro, wie ein Övag-Sprecher am Dienstag sagte. Insgesamt hätten 88 Prozent der Investoren das Angebot zum Umtausch von zwölf Anleihen angenommen. Im Gegenzug hat das Institut neue Schuldverschreibungen begeben, die den strengeren Kapitalanforderungen für Banken (Basel III) entsprechen.

Der Anleihentausch soll dem Volksbanken-Institut auch helfen, möglichst ohne weitere Staatshilfen auszukommen. "Mit dem erwirtschafteten Ertrag verschafft sich die Övag einen wesentlichen Spielraum für den konsequenten und rasch fortschreitenden Abbau von Aktiva", hieß es in der Mitteilung.

Die Bank muss im Gegenzug für milliardenschwere Staatshilfen radikal schrumpfen und ihre Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa abstoßen. Ein Verkauf der dortigen Töchter - unter anderem des ungeliebten Rumänien-Geschäfts - ist derzeit aber wegen der angespannten Wirtschaftslage nur schwer möglich. Wie hoch die aktuelle Kernkapitalquote (tier 1) der Bank nach dem Anleihentausch ist, ließ ein Sprecher offen. Zum Ende des ersten Quartals lag sie bei elf Prozent.

Der positive Kapitaleffekt dürfte allerdings nicht ausreichen, um der Övag im laufenden Jahr zu einem positiven Ergebnis zu verhelfen. "Ein Gewinn für 2013 ist dennoch nicht zu erwarten", bekräftigte das Institut.

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