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Vor dem Stresstest ÖVAG verkauft Osteuropa-Tochter

Die Österreichische Volksbank verkauft ihre Osteuropa-Tochter an die russische Sberbank verkaufen. Die dringend benötigte Kapitalspritze kommt für die Bank im aktuellen Stresstest aber zu spät.
15.07.2011 - 17:27 Uhr Kommentieren

Wien/Moskau Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) verkauft ihre Osteuropa-Tochter VBI an die russische Sberbank. Beide Institute hätten sich auf die wesentlichen Eckpunkte der Transaktion geeinigt. Für die Sberbank ist die Übernahme der Anfang der geplanten Expansion nach Westen, sagte Sberbank-Chef German Gref. „Es ist unser erster wichtiger Schritt, aus Sberbank eine globale Bank zu machen.“ Der ÖVAG bringt er eine dringend benötigte Kapitalspritze.

Wie hoch diese ausfällt, wollte ÖVAG-Chef Gerald Wenzel nicht sagen. Diesbezüglich gebe es noch Verhandlungen. Er liege jedoch über 570 Millionen Euro. Kreisen zufolge bezahlt die Sberbank rund 700 Millionen Euro. Sollte die Vorsorge für faule Kredite bei der VBI jedoch stark ansteigen, ist eine Preisminderung auf bis zu 590 Millionen Euro möglich, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen. Bis Ende Juli will das Volksbanken-Spitzeninstitut mit der Sberbank einen fertigen Kaufvertrag aushandeln und die erforderlichen Gremienbeschlüsse für den Verkauf einholen.

Die ÖVAG hält 51 Prozent an der Osteuropa-Tochter, die deutschen Genossenschaftsbanken DZ/WGZ und die französischen Banque Populaire Caisse d'Epargne je 24,5 Prozent. Sie verkaufen ihre Anteile ebenfalls an die Sberbank. Das defizitäre Rumänien-Geschäft wollten die Russen jedoch nicht mit übernehmen - es bleibt damit vorerst bei den Alteigentümern. Die ÖVAG will den Bereich weiterhin verkaufen, habe damit aber keine Eile, sagte Wenzel. „Wir wollen verkaufen, und wenn wir einen Käufer haben, werden wir das auch tun.“

Das Institut verhandelt bereits seit Monaten über den Verkauf der Tochter. Die dadurch gewonnene Kapitalspritze kommt für die Bank im aktuellen Stresstest aber zu spät. Dennoch kann die ÖVAG nun bereits Maßnahmen vorlegen, wie sie ihr Kapital künftig aufstocken will. Neben dem Verkauf der Osteuropatochter will sich das Institut auch von seinem sechsprozentigen Anteil an der Raiffeisen Zentralbank trennen.

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