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Vorwurf der Marktmanipulation Gericht weist Investorenklagen gegen Porsche ab

Der Autobauer erringt im Streit mit Anlegern um den Übernahmekampf mit VW einen ersten Sieg: Das Landgericht Braunschweig weist millionenschwere Klagen ab; die Aktie steigt rasant. Doch es laufen noch weitere Prozesse.
19.09.2012 Update: 19.09.2012 - 11:49 Uhr 3 Kommentare
Ein erster Sieg für Porsche: Das Landgericht Braunschweig weist Anlegerklagen ab. Quelle: dapd

Ein erster Sieg für Porsche: Das Landgericht Braunschweig weist Anlegerklagen ab.

(Foto: dapd)

Braunschweig/Stuttgart Etappensieg für Porsche: Das Landgericht Braunschweig hat die Dachgesellschaft des Sportwagenbauers am Mittwoch in zwei Fällen vom Vorwurf der Marktmanipulation im Übernahmekampf mit Volkswagen vor vier Jahren freigesprochen. Die entsprechenden Klagen wurden abgewiesen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Puhle.

Ein privater Anleger und eine Schweizer Anlagegesellschaft hatten von der Porsche-Holding und einer Frankfurter Bank Schadenersatz in Millionenhöhe verlangt. Die Kläger hatten Porsche vorgeworfen, die Anleger über die Absicht zur Beherrschung von VW im Jahr 2008 getäuscht zu haben.

Die Kläger hatten in dem Prozess behauptet, Porsche habe sie im Jahr 2008 mit unrichtigen Pressemitteilungen zu Aktiengeschäften verleitet, die dann zu hohen Verlusten führten. Damals hatte der schwäbische Automobilhersteller ohne Erfolg versucht, den viel größeren Konkurrenten VW zu übernehmen. Dabei kam es zu großen Kursbewegungen der VW-Aktie, was viele Spekulanten anlockte. Porsche hatte den Vorwurf der Falschinformation stets zurückgewiesen. Die beiden Kläger sind erfahrene Aktienprofis.

Porsche hat die Abweisung der Klagen gegen das Unternehmen begrüßt. Vorstandschef Matthias Müller sagte, die Entscheidung des Landgerichts Braunschweig sei erfreulich. Näher wollte er sich nicht äußern. Ein Porsche-Sprecher sagte, das Unternehmen werde sich gegen alle anhängigen Klagen mit aller Kraft wehren.

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    Es gibt allerdings drei weitere Verfahren, bei denen die Klagesumme mehrere Milliarden Euro beträgt und zum Teil auch VW betroffen ist. Hierzu beginnen die Verhandlungen wohl erst im Frühjahr 2013.

    An der Börse ging es nach der Urteilsverkündigung für Porsche aufwärts. Die Aktien stiegen zur Eröffnung um bis zu 6,9 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 46,16 Euro. Dabei wechselten innerhalb der ersten halben Handelsstunde bereits mehr Porsche-Papiere den Besitzer als an einem gesamten Durchschnittstag.

    „Die Nachricht ist leicht positiv für Porsche", schrieb DZ Bank-Analyst Michael Punzet in einem Kommentar. "Allerdings sind noch zahlreiche Klagen im Volumen von mehreren Milliarden Euro in Deutschland und den USA anhängig.“ VW notierten 0,9 Prozent fester.

    Auf fallende Kurse spekuliert
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    3 Kommentare zu "Vorwurf der Marktmanipulation: Gericht weist Investorenklagen gegen Porsche ab"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Was hier abgelaufen ist war ein "Krieg" zwischen Porsche und Piech.
      Entscheidend war hier das Land Niedersachsen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff.
      Punkt !

    • mit Leerverkäufen Verluste gemacht? Das tur mir aber leid; und ich sagte schon immer: Leerverkäufe gehören verboten.

    • Noch heute habe ich das Bild vor Augen, als VW bei 1000 € pro Aktie stand.

      Man muss dem Wiedeking dafür unbedingt das Bundesverdienstkreuz überreichen, weil an dem Tag der Parkettboden in Frankfurt mit den Innereien von Heuschrecken vollgeschmiert war.

      Die verbliebenen Überreste versuchen jetzt sich ihre Prothesen bezahlen zu lassen.

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