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Wealth Management Immer mehr Geld zu verwalten

Das Vermögen der Reichen wird kräftig wachsen. Eine Studie warnt allerdings die Anlageverwalter: Die Zuwachsraten dürften schrumpfen. Es gibt gleich mehrere Belastungen in dem Geschäft.
07.06.2017 - 16:58 Uhr Kommentieren
Das Markenzeichen des größten Wealth Managers in Zürich. Quelle: Reuters
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Das Markenzeichen des größten Wealth Managers in Zürich.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Eine einzige Zahl beschreibt die positiven Erwartungen: 83 Billionen Dollar. Auf diesen Betrag soll das Vermögen der Privaten weltweit bis zum Jahr 2021 angeschwollen sein. Das erwarten die Experten der Deutschen Bank und der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman in ihrer Studie „Global Wealth Managers“.

Es wäre ein deutliches Plus gegenüber dem vergangenen Jahr, in dem es noch 65 Billionen Dollar waren. Zu dem Wachstum sollen zwar alle wichtigen Regionen beitragen. Asien dürfte aber Nordamerika und Europa ausstechen. Das sind gute Vorzeichen für das Vermögensverwaltungsgeschäft mit wohlhabenden Privaten, dem sogenannten Wealth Management.

Laut der Firma Scorpio Partnership sind die größten Adressen in diesem Geschäft UBS, Bank of America Merrill Lynch und Morgan Stanley mit jeweils deutlich über einer Billion Dollar an Kundengeldern. Mit hohen dreistelligen Beträgen folgen Morgan Stanley, Credit Suisse und Royal Bank of Canada.

Weiter steigende Kurse an den Finanzmärkten gelten nicht als größter Wachstumstreiber im Wealth Management. Den Studienautoren zufolge soll über die Hälfte des Kapitalzuwachses vom neuen Geld der Privaten kommen, dass diese ihren Vermögensverwaltern anvertrauen.

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    Dem Ausblick liegt eine positive Konjunkturentwicklung über die kommenden Jahre zugrunde. Zu dem Szenario gehören weitere Zinssteigerungen in den USA. „Das wird ein Segen für die Wealth Manager sein“, schreiben die Studienautoren.

    Aus Sicht der Experten verdeckt das erwartete Kapitalplus allerdings einige Herausforderungen. Das Wachstum dürfte sich abschwächen. In früheren Jahren wuchs die Wealth-Management-Branche mit Jahresraten von sieben Prozent. Künftig dürften nur noch fünf Prozent realisierbar sein.

    Grund sind einige Belastungen, die auch andere Vermögensverwalter treffen. Im Fokus ist der Druck auf die Gewinnmargen. Dazu tragen beispielsweise gestiegene Kosten bei, verursacht etwa durch höhere Transparenzstandards.

    Parallel dazu steigt der Wettbewerb. „Außerdem wird sich der strukturelle Gegenwind verstärken, weil Kostendruck mit noch stärkerem Druck auf die Gebühren zusammenfällt“, schreiben die Autoren. Geringere Gebühren bedeuten für die Verwalter geringerer Einnahmen.

    Kunden verhandeln zunehmend über die Preise, die sie für Geldverwaltung bezahlen. Ebenfalls belastend wirkt der große Erfolg von Indexanlagen, bei denen tiefe Gebühren ein entscheidender Anreiz für Anleger sind.

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