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Wegen Corona-Pandemie Deutschlands Fintechs befürchten Investoren-Exodus und Übernahmen

Der Chef des Rats für Finanz-Start-ups will die jungen Unternehmen schützen. Es gelte, die staatlichen Hilfen schnell und praktikabel umzusetzen.
31.03.2020 - 08:54 Uhr Kommentieren
Junge Unternehmen könnten in der Krise zu Übernahmezielen werden. Quelle: Reuters
Start-up-Büro

Junge Unternehmen könnten in der Krise zu Übernahmezielen werden.

(Foto: Reuters)

Deutschen Fintech-Unternehmen drohen wegen der Coronakrise in den kommenden Monaten finanzielle Rückschläge. Davor hat Chris Bartz, gewarnt, Chef des FinTechRats beim Bundesfinanzministerium.

„Zum einen dürfte die Risiko-Aversion der Investoren zunehmen, was weniger Geld für Fintechs bedeuten könnte“, sagte Bartz in einem Interview mit Bloomberg News. „Zum anderen besteht die Gefahr, dass die Bewertungen der Fintechs sinken, was sie zu leichten Übernahmezielen machen könnte.“

Laut Bartz müsse die Bundesrepublik nicht nur ihre derzeitige Wettbewerbsfähigkeit schützen, sondern auch die künftige. „Im Bereich Finanztechnologie haben wir in Deutschland eine echte Chance, künftig eine Vorreiterrolle zu spielen“, sagte Bartz.

Der ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank AG ist Mitbegründer des Berliner Fintechs Elinvar, zu dessen Investoren unter anderem Goldman Sachs Group Inc. zählt. Als Chef des FinTechRats berät er die Regierung in Fragen zur Finanztechnologie. Das Gremium setzt sich größtenteils aus Industrievertretern zusammen.

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    Bartz lobte, dass der Staat wegen der Coronakrise zuletzt Hilfstöpfe beschlossen habe, von denen auch Start-ups profitieren könnten. Jetzt gehe es darum, die Hilfen schnell und praktikabel umzusetzen.

    Mit seinen Befürchtungen hinsichtlich einer Finanzierungsklemme ist Bartz indes nicht allein. „Ja, das Funding wird wohl für Start-ups erst mal schwerer werden“, sagte Peter Barkow, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Barkow Consulting, in einem Interview. „Marktführer werden weniger betroffen sein als Start-ups aus der zweiten dritten Reihe.“

    Eines der größten deutschen Fintechs ist N26, das zuletzt mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet wurde. Auch dessen Mitbegründer Maximilian Tayenthal warnte vergangene Woche in einem Bloomberg-Interview, dass die Coronakrise die Finanzierung von Start-ups ausbremsen könnte und junge Firmen mit ihrem eingesammelten Geld womöglich länger auskommen müssten.

    Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hatten deutsche Fintechs fast 1,3 Milliarden Euro an Wagniskapital einsammeln können, seit 2012 waren es 4,7 Milliarden Euro. Das geht aus der Fintech-Studie 2019 von Comdirect hervor.

    „Wagnis- und Wachstumskapital dürften wegen der Coronakrise in den kommenden Monaten unter Druck geraten“, bekräftigte Bartz. „In dieser Situationen müssen wir Fintechs schützen.“

    Mehr: Weshalb Fintechs auch zu Profiteuren der Coronakrise werden könnten, lesen Sie hier.

    • Bloomberg
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