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Wegen Pandemie DZ Bank schreibt Verlust und kassiert Prognose

Aus heutiger Sicht sei es nicht realistisch, das Planergebnis zu erreichen, teilt das genossenschaftliche Spitzeninstitut mit. Eine Dividendenauszahlung wird verschoben.
27.05.2020 Update: 27.05.2020 - 12:37 Uhr Kommentieren
Das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken erwartet wegen der Coronakrise einen starken Gewinnrückgang für 2020. Quelle: dpa
DZ Bank

Das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken erwartet wegen der Coronakrise einen starken Gewinnrückgang für 2020.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die DZ Bank rechnet wegen der Coronakrise nach einem Vorsteuerverlust von rund 130 Millionen Euro im ersten Quartal für 2020 mit einem kräftigen Gewinnrückgang. „Wir sind davon überzeugt, im Gesamtjahr deutlich in die schwarzen Zahlen zu kommen“, sagte Co-Chef Cornelius Riese der „Börsen-Zeitung“ (Mittwochausgabe).

„Aber das Erreichen unseres Planergebnisses und auch eines Milliardenergebnisses ist aus heutiger Sicht schlicht nicht realistisch.“ Ende Februar hatte das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken ein Ergebnis vor Steuern am unteren Ende der als nachhaltig angesehenen Spanne von 1,5 bis zwei Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nachdem der Konzern im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro verdient hatte.

Eine neue Prognose wagte die DZ Bank nicht. Riese verwies auf die starken Schwankungen an den Finanzmärkten, die ungewisse Entwicklung im Euroraum und einen absehbar steigenden, aber derzeit nicht bezifferbaren Risikovorsorgebedarf.

Zu dem Konzern gehören neben der DZ Bank unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung, die Fondsgesellschaft Union Investment und der Immobilienfinanzierer DZ HYP.

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    Der Verlust im ersten Quartal ließ die harte Kernkapitalquote um 13,4 Prozent sinken. Doch Sorgen um das Kapitalpolster macht sich das Management nicht. „Die DZ-Bank-Gruppe geht, zumal verglichen mit früheren Krisen, aus einer sehr, sehr guten Konstitution in diese schwierige Zeit“, sagte Riese.

    Für die Gruppe insgesamt rechnet das Führungsduo in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle. 2019 lag diese bei 329 Millionen Euro. Einen Grund das laufende Sparprogramm zu verschärfen, sieht der Vorstand aber bislang nicht.

    „Wir sind nicht in einer Situation, auf die wir mit hektischen Kostensenkungsmaßnahmen reagieren müssten, wodurch wir letztlich auch die Kraft der Bank schwächen würden“, sagte Co-Chef Uwe Fröhlich.

    Die auf Druck der BaFin ausgesetzte Zahlung einer Dividende von 322 Millionen Euro für das Jahr 2019 sei nur verschoben. „Wir planen ganz fest, die Ausschüttung im Herbst vorzunehmen, und hoffen, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen es dann ermöglichen“, sagte Riese.

    Es gebe dafür gute Argumente: Der Betrag sei bezogen auf Gewinn und Kapitalquote überschaubar, die Bank könne sich die Dividende sehr gut leisten, und das Geld bleibe im Verbund der Kreditgenossen.

    Wege der Coronakrise arbeiten bis zu 90 Prozent der Mitarbeiter der Bank von zu Hause. In einem ersten Normalisierungsschritt soll der im Büro arbeitende Anteil der Belegschaft auf etwa 25 Prozent steigen.

    Mehr: Mitten in der Coronakrise bauen Volks- und Raiffeisenbanken ihre IT um.

    • rtr
    • dpa
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