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WestLB-Nachfolger Portigon will Bad Banks im Ausland beraten

Den WestLB-Rechtsnachfolger Portigon zieht es auf Kundenfang ins Ausland. Portigon will Banken und Bad Banks bei der Abwicklung komplexer Portfolios helfen.
18.09.2012 Update: 18.09.2012 - 13:53 Uhr 2 Kommentare
Portigon-Chef Dietrich Voigtländer will Banken sowie deren Bad Banks bei der Abwicklung komplexer Portfolios beraten. Quelle: dpa

Portigon-Chef Dietrich Voigtländer will Banken sowie deren Bad Banks bei der Abwicklung komplexer Portfolios beraten.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der WestLB-Rechtsnachfolger Portigon sucht sein Heil im internationalen Geschäft. Portigon will Banken und Bad Banks bei der Abwicklung komplexer Portfolios beraten - besonders im Ausland. "Das Interesse an einer Dienstleistung, wie Portigon sie bietet, ist vor allem im Ausland groß", sagte Portigon-Chef Dietrich Voigtländer im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Dort sehe ich gute Wachstumsmöglichkeiten. Deshalb sind wir auch an den Standorten London, New York und Hongkong vertreten."

Als Grund dafür führte Voigtländer, der ab 2009 WestLB-Chef war, die Entscheidungsfreudigkeit von Topmanagern in anderen Ländern an: "Ausländische Bankvorstände handeln häufig schneller und konsequenter als deutsche Manager bei Themen wie einer Anpassung von Geschäftsprozessen."

Portigon ist Anfang Juli entstanden und einer von drei Teilen, in die die Westdeutsche Landesbank aufgespalten wurde. Daneben gibt es die Verbundbank, die an die Landesbank Hessen-Thüringen übergegangen ist, sowie die Erste Abwicklungsanstalt (EAA); sie kümmert sich als Bad Bank um schwer verkäufliche Portfolios im Wert von 150 Milliarden Euro - und ist der erste Kunde Portigons. Ins Handelsregister eingetragen wurde der Übergang gestern.

Generell will Voigtländer davon profitieren, dass Banken Bilanzvolumina senken und sich von nicht-strategischen Geschäften trennen. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, im Wettbewerb zu bestehen: "Was wir mit Portigon machen, ist schon einmalig in der Welt." Portigon will Positionen von komplexen Wertpapierportfolios bis zu Derivatebüchern durchforsten - und dabei auch deutsche Kunden gewinnen: So buhlt die Firma laut Medienberichten um einen Auftrag der HRE-Bad-Bank FMS.

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    Parallel wagen sich die Düsseldorfer an eine weitere Kundengruppe heran: "Zum Beispiel Versicherer, denen es schwer fällt, bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften. Diese Institute brauchen Finanzanlagen, die ihnen langfristig eine attraktive Verzinsung bieten - zum Beispiel Projektfinanzierungen im Bereich Infrastruktur oder Energie", sagte Voigtländer. Hier könne Portigon Know-how anbieten und Projekte managen. Die WestLB war Projektfinanzierer.

    Der Dienstleister soll Gewinne erzielen
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    2 Kommentare zu "WestLB-Nachfolger: Portigon will Bad Banks im Ausland beraten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Blinde wollen andere Blinde beraten. Ob daraus Sehende werden? Glaube ich kaum, jeder Hedgefonds oder PE Gesellschaft, die im Bereich Distressed Assets und/oder Non-Performing-Loans aktiv ist und etwas Professionalität mitbringt, wird diese Portigon-Muppets in die Tasche stecken.

    • ...klaro, man ist ja aus eigener und leidiger Erfahrung sowie steuerzahlerfinanziertem "Training" jetzt dafür bestens gerüstet...

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