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Yannis Stournaras EZB-Ratsmitglied warnt vor neuer Schuldenkrise in der EU

Der griechische Notenbankchef befürchtet, dass durch das Coronavirus die Frage der Schuldentragfähigkeit wieder auftauchen könne. Vor allem Italien steht vor großen Problemen.
01.04.2020 - 12:05 Uhr Kommentieren
Der griechische Notenbanker ist aufgrund des Coronavirus besorgt um die wirtschaftliche Situation der EU-Länder. Quelle: Bank of Greece
Yannis Stournaras

Der griechische Notenbanker ist aufgrund des Coronavirus besorgt um die wirtschaftliche Situation der EU-Länder.

(Foto: Bank of Greece)

Athen/Frankfurt Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), der griechische Notenbankchef Yannis Stournaras, hat wegen der Coronakrise vor dem Ausbruch einer neuen Schuldenkrise in Europa gewarnt.

Die Frage der Schuldentragfähigkeit könnte wieder auftauchen, wenn die Pandemie vorüber und die Wachstumsaussichten beeinträchtigt seien, sagte Stournaras am Mittwoch in einem Interview der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Es sei zu erwarten, dass sich die Bankbilanzen im gemeinsamen Währungsraum verschlechtern und die Zahl der faulen Kredite zunehmen dürfte, sagte Stournaras weiter. Nach Einschätzung des Währungshüters dürfte der Anteil der Verschuldung an der Wirtschaftsleistung durch die enormen Ausgabenprogramme vieler Regierungen generell um zehn bis 20 Prozentpunkte zulegen.

Vor allem das ohnehin mit mehr als 130 Prozent des Bruttoinlandsproduktes verschuldete Italien steht in der Coronakrise vor großen Problemen.

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    Stournaras verwies darüber hinaus auf den europäischen Schutzschirm ESM, der eine „sehr bedeutende“ Funktion habe. Allerdings seien Kredithilfen, die an Bedingungen geknüpft werden, nicht das geeignete Instrument im Kampf gegen die Pandemie.

    Er plädierte vielmehr für eine „gemeinsame Ausgabe von Schulden als eine gemeinsame Aktion gegen den gemeinsamen Feind“.

    Die EZB habe zuletzt Flexibilität und einen gemeinsamen Geist im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise gezeigt, fasste der Notenbanker jüngste Notmaßnahmen der Zentralbank zusammen. Den gleichen Geist und Flexibilität forderte Stournaras auch von anderen europäischen Institutionen.

    Bisher haben sich unter anderem Deutschland, die Niederlande und Österreich aber vehement gegen die Ausgabe von sogenannten „Corona-Bonds“ zur Finanzierung von Maßnahmen in der Virus-Krise ausgesprochen. Dagegen haben sich Italien, Spanien und Frankreich für ein solches Kriseninstrument ausgesprochen.

    Mehr: Die Coronakrise trifft Italiens Wirtschaft – das Wachstum bricht ein.

    • dpa
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