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Zahlungsabwickler Fintech Wise nach Direktplatzierung mit 11 Milliarden Dollar bewertet

Die Aktien des Zahlungsabwicklers Wise werden kurz nach der Direktplatzierung mit 825 Pence gehandelt. Ein Erfolg, auch für die Londoner Börse.
07.07.2021 Update: 07.07.2021 - 15:12 Uhr Kommentieren
Der Zahlungsabwickler könnte höher bewertet werden als erwartet. Quelle: Reuters
Wise

Der Zahlungsabwickler könnte höher bewertet werden als erwartet.

(Foto: Reuters)

London Das britische Fintech Wise hat bei seinem Weg an die Londoner Börse einen Rekord hingelegt. Der 2010 gegründete Zahlungsabwickler erreichte bei der Aktienplatzierung am Mittwoch einen Börsenwert von 7,95 Milliarden Pfund (rund elf Milliarden Dollar). Es war der größte Börsengang einer Technologie-Firma in der britischen Finanzmetropole.

Zudem war es die erste Direktplatzierung in London. In den USA ist diese Form des Börsengangs schon länger üblich. LSE-Chefin Julia Hogett sagte, mit dem Wise-Listing stelle die Börse ihre Flexibilität unter Beweis. Der Vorgang zeige, dass globale Tech-Firmen in London entstehen, wachsen und an die Börse gehen können.

Experten sehen den Börsengang als Lackmustest für den Finanzplatz nach dem Brexit an. Sie gehen davon aus, dass weitere Unternehmen Wise nachfolgen. „Wise ist ein guter Start an der Börse gelungen“, sagte Susannah Streeter, Analystin beim Broker Hargreaves Lansdowne. Ob die Börsenbewertung gerechtfertigt sei, sei allerdings schwer abzuschätzen.

Die ganze Zahlungsabwicklerbranche wuchs in den vergangenen Jahren kräftig, auch bei Übernahmen wurden zum Teil höhere Summen gezahlt als im Vorfeld erwartet. Auch Wise hatte mit einer geringeren Marktkapitalisierung gerechnet. Angestrebt waren sechs bis sieben Milliarden Dollar. Die Aktien starteten mit einem Kurs von 800 Pence und legten im Handelsverlauf zu. Zum Mittag wurden sie mit knapp über 825 Pence gehandelt.

Bei einer Direktplatzierung kommen nur die Anteile in den Handel, die bestehende Aktionäre verkaufen wollen. Es werden keine neue Aktien herausgegeben. Bislang hat sich dies noch kein anderes Unternehmen in London zugetraut. An der Wall Street gibt es diese Methode schon länger. Dort gingen etwa Spotify, Coinbase und Slack so an den Markt.

Wise-Vorstandschef und Gründer Kristo Käärmann hatte dem Handelsblatt kürzlich gesagt, er habe sich für die direkte Notierung entschieden, weil sie günstiger und transparenter sei als ein klassischer Börsengang. Die Firma war bis vor ein paar Monaten unter Transferwise bekannt. Käärmann und sein Mitgründer Taavet Hinrikus hatten zunächst Auslandsüberweisungen zu Echtzeit-Wechselkursen angeboten. Inzwischen bietet Wise auch weitere Dienstleitungen im Zahlungsverkehrsbereich an.

Mehr: Chinas milliardenschwere Aufholjagd in der Chipindustrie stößt an Grenzen

  • rtr
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