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Zahlungsdienstleister Investoren bewerten Transferwise mit fünf Milliarden Dollar

Das britische Fintech ist nun eines der wertvollsten Start-ups in Europa. Gründer Kristo Käärmann stellt selbst in der Krise noch neue Leute ein.
29.07.2020 - 01:00 Uhr Kommentieren
Europäisches Start-up: Fintech Transferwise ist nun fünf Milliarden Dollar wert Quelle: Pressefoto Transferwise
Transferwise-Gründer Taavet Hinrikus (l.) und Kristo Käärmann

Profitables Geschäft.

(Foto: Pressefoto Transferwise)

London Manchen Fintech-Unternehmen scheint die Coronakrise nichts anhaben zu können. Der britische Zahlungsdienstleister Transferwise ist nach einem Sekundärverkauf von Anteilen nun fünf Milliarden Dollar wert, wie die Firma am Mittwoch bekannt gibt. Damit liegt sie nur noch knapp hinter den beiden Spitzenreitern in Europa: Die Digitalbanken Klarna und Revolut sind jeweils 5,5 Milliarden Dollar wert.

Einige frühe Investoren haben Transferwise-Anteile für 319 Millionen Dollar abgestoßen. Zu den neuen Investoren zählen die Risikokapitalgeber D1 Capital Partners und Vulcan Capital. Eine Reihe bestehende Investoren, darunter Lone Pine Capital und Fidelity, hat ihre Anteile aufgestockt. Damit haben einige Anteilseigner zum zweiten Mal binnen 14 Monaten Kasse gemacht: Der letzte Sekundärverkauf fand erst im Mai 2019 statt. Die Firmenbewertung wuchs in der Zeit um 43 Prozent.

Die Firma erhält durch die Transaktion kein zusätzliches Kapital. Mitgründer und CEO Kristo Käärmann wertet das große Interesse der Investoren aber als Vertrauensbeweis. „Unser Geschäftsmodell hat sich in der Coronakrise als widerstandsfähig erwiesen“, sagte er dem Handelsblatt. „Wir zählen zu den Glücklichen.“

Zwar sei die Zahl der Transaktionen aufgrund des Einbruchs bei internationalen Reisen in einigen Bereichen zurückgegangen, dafür sei sie in anderen gestiegen. „Es gab etwas Volatilität“, sagt er. Unter dem Strich verzeichne man aber keinen Rückgang. Das Transfervolumen sei gestiegen.

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    Im Unterschied zu vielen anderen Start-ups ist Transferwise schon seit Jahren profitabel. Dass die Firma ihr Geschäft selbst finanzieren kann, schafft Sicherheit in der Krise. Während etliche der bekanntesten Namen der Szene, darunter Revolut und N26, Mitarbeiter entlassen mussten, stellt Käärmann weiter ein: Seit Beginn des Lockdowns seien knapp 200 neue Leute eingestellt worden, rund 40 Stellen seien aktuell offen. Insgesamt beschäftigt die Firma mehr als 2200 Menschen.

    Transferwise hatte 2011 mit günstigen Auslandsüberweisungen begonnen. Inzwischen bietet die Firma auch Multiwährungskonten an. Die Zielgruppe sind Geschäftsreisende, Expats und internationale Firmen. In den kommenden Monaten sollen Anlageprodukte hinzukommen.

    Acht Millionen Kunden

    Über die Details hüllt Käärmann sich noch in Schweigen. „Unsere Kunden haben zwei Milliarden Euro auf ihren Konten“, sagt der Gründer. „Wir wollen ihnen passive Investments anbieten, um das Geld für sie arbeiten zu lassen.“
    Inzwischen hat das Unternehmen acht Millionen Kunden.

    Seit 2018 hat es auch eine Million Debitkarten ausgegeben. Obwohl die Firma immer mehr traditionelle Finanzdienstleistungen anbietet, will Käärmann keine Banklizenz beantragen. „Das Einzige, was die Banklizenz bringt, ist die Erlaubnis, Kundeneinlagen zu verleihen“, sagt er.

    Der Wirecard-Skandal ist an der Firma ebenfalls vorbeigegangen: Die Zusammenarbeit mit den Münchenern hatte man bereits vor ein paar Jahren eingestellt. Fürchtet Käärmann nun verschärfte Regeln für die Branche? „Wenn neue Regeln gegen Betrug helfen, weitere Wirecards zu verhindern, wäre das großartig“, sagt er.

    Mehr: Revolut sammelt weitere 80 Millionen Dollar ein.

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