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Zahlungsdienstleister Klarna erhält weitere Finanzspritze – und kämpft mit Technik-Problemen

Mit frischem Kapital steigt der Wert des Paypal-Rivalen aus Schweden auf 40 Milliarden Dollar. Derweil legt eine technische Panne die Klarna-App lahm.
27.05.2021 - 16:04 Uhr Kommentieren
Der Zahlungsdienstleister sammelt weiter Kapital ein und verweist auf rund 90 Millionen aktive private Nutzer und mehr als 250.000 Handelspartner. Quelle: Reuters
Schriftzug des schwedischen Fintechs Klarna

Der Zahlungsdienstleister sammelt weiter Kapital ein und verweist auf rund 90 Millionen aktive private Nutzer und mehr als 250.000 Handelspartner.

(Foto: Reuters)

Frankfurt, Düsseldorf Der schwedische Bezahldienst Klarna steht einem Medienbericht zufolge kurz davor, eine weitere Finanzierungsrunde abzuschließen. Es gehe um eine Geldspritze, die vom japanischen Technologieinvestor Softbank angeführt werde, meldete „Business Insider“ unter Berufung auf mehrere Quellen. Dabei werde Klarna mit mehr als 40 Milliarden Dollar bewertet.

Erst im März hatte der Paypal-Konkurrent eine Milliarde Dollar bei Investoren eingesammelt und damit seine Bewertung innerhalb eines halben Jahres auf 31 Milliarden Dollar verdreifacht. Ein Klarna-Sprecher wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Doch ausgerechnet an dem Tag, an dem die Nachricht über eine weitere Finanzspritze bekannt wird, kämpft Klarna mit technischen Problemen. Kunden berichteten bei Twitter, nach der Anmeldung in der App nicht auf ihr eigenes Konto geleitet worden zu sein, sondern stattdessen Zahlungen und persönliche Daten anderer Kunden gesehen zu haben.

Der schwedische Bezahldienst reagierte und schaltete die App vorübergehend ab. Offiziell ist von einem „technischen Fehler“ die Rede, der „Störungen in unserem System“ verursache. Man arbeite „schnellstmöglich daran, die volle Kapazität unseres Systems und unserer Dienste wiederherzustellen“, und entschuldige sich „für alle entstandenen Unannehmlichkeiten“.

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    Am frühen Nachmittag war die Störung allerdings noch nicht behoben – deren genaue Ursache bislang nicht bekannt ist.

    Wertvollstes Start-up Europas

    Das schwedische Unternehmen mit Sitz in Stockholm wurde 2005 von Sebastian Siemiatkowski, Niklas Adalberth und Victor Jacobsson gegründet. Heute ist Klarna das wertvollste nicht börsennotierte Start-up Europas. Es agiert als Zahlungsdienstleister für Händler und wickelt Zahlungen online und an der Ladenkasse ab.

    Bekannt ist die Firma aber vor allem durch ihre Bezahlmethoden: Über die eigene Shopping-App können Nutzer beim Onlineeinkauf bezahlen. In Deutschland gehört das Bezahlen per „Sofortüberweisung“ zu Klarnas Angeboten. Zudem gibt Klarna eine eigene Kreditkarte aus.

    Seit Längerem wächst das einstige Finanz-Start-up in hohem Tempo, und die Coronakrise treibt das Geschäft zusätzlich an. Da der Onlinehandel im Corona-Lockdown boomt, gehört Klarna – wie andere Payment-Firmen – zu den großen Profiteuren der Coronakrise.

    Mittlerweile zählen die Schweden rund 90 Millionen aktive private Nutzer und mehr als 250.000 Handelspartner. Im vergangenen Jahr stieg das Transaktionsvolumen nahezu um die Hälfte auf 56 Milliarden Dollar. Auch der Umsatz zog deutlich an.

    Klarna schreibt weiter rote Zahlen

    Trotzdem schrieb Klarna im vergangenen Jahr rote Zahlen: Der Verlust betrug 2020 umgerechnet 168 Millionen Dollar, im Vorjahr hatte das Minus bei 110 Millionen Dollar gelegen.

    Zum Vergleich: Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen steigerte das Transaktionsvolumen 2020 auf gut 300 Milliarden Euro – ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und Adyen macht Gewinn: Netto kletterte er im Gesamtjahr um elf Prozent auf 261 Millionen Euro.

    Dennoch gilt Klarna weiterhin als Kandidat für einen Börsengang. Chef Siemiatkowski hatte vor einigen Monaten angedeutet, ein Direktlisting an der Börse nach dem Vorbild des Musikstreamingdienstes Spotify anzustreben. Bei einem Direktlisting bringt eine Firma Aktien an die Börse, ohne im Vorfeld öffentlich Papiere zu verkaufen.

    Mehr: Die Bank von Check24 soll in spätestens fünf Jahren profitabel sein – und braucht dafür eine Million Kunden

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