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Zahlungsdienstleister Wirecard-Chef Braun kauft Aktien zu – was den Kurs nach oben schnellen lässt

Der Kurs von Wirecard hat am Donnerstagnachmittag ein Sprung nach oben gemacht. Zuvor hatte Konzernchef Markus Braun für knapp 2,5 Millionen Euro Aktien gekauft.
28.05.2020 - 20:07 Uhr Kommentieren
Der Wirecard-Chef hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Kursschwächen der Aktie für Zukäufe genutzt. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Markus Braun

Der Wirecard-Chef hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Kursschwächen der Aktie für Zukäufe genutzt.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

München Wirecard-Chef Markus Braun hat seine Beteiligung am eigenen Unternehmen massiv aufgestockt. Über seine MB Beteiligungsgesellschaft hat er Wirecard-Aktien im Wert von knapp 2,5 Millionen Euro gekauft. Das gab der Zahlungsdienstleister am Donnerstagnachmittag bekannt.

Braun, der bisher schon mit einem Anteil von rund 7,1 Prozent der größte Einzelaktionär bei Wirecard ist, hat demnach zum Kurs von 90,38 Euro Papiere im Gesamtwert von 2.494.511,63 Euro gekauft. Eine Begründung dafür gab es nicht.

Die Aktie kletterte nach Bekanntwerden des Kaufs um mehr als fünf Prozent nach oben und lag zeitweise bei über 94 Euro. Das ist der höchste Stand seit Ende April.

Zu dieser Zeit hatte der Bericht zur Sonderprüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG den Kurs massiv einbrechen lassen. Sieben Monate lang untersuchten die Prüfer die Bilanzen der Jahre 2016 bis 2018. Belastende Vorwürfe wurden darin zwar nicht gefunden, viele Zweifel blieben allerdings.

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    Auch waren die Bedenken am Aktienmarkt anschließend größer als zuvor. Die Aktie verlor am Tag der Veröffentlichung des Berichts Ende April um mehr als ein Viertel an Wert.

    Wirecard-Chef Braun, der seit gut zwei Jahrzehnten im Unternehmen ist und dort als der strategische Kopf gilt, hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Kursschwächen der Aktie für Zukäufe genutzt. Zuletzt hatte er sich allerdings stark zurückgehalten.

    Brauns Macht wird größer

    Als im vergangenen Jahr heftige Anschuldigungen um Geldwäsche, Betrug und Bilanzfälschung das Unternehmen erschütterten und dabei den Kurs massiv abstürzen ließen, kam von ihm keine einzige Order. Lediglich Finanzvorstand Alexander von Knoop und der für Organisation zuständige Jan Marsalek orderten zu dieser Zeit Papiere im sechsstelligen Wert.

    Seine Macht im Unternehmen hat Braun durch den Aktienkauf nun ein weiteres Mal ausgebaut. Nach dem kritischen KPMG-Bericht hatten zuletzt Investoren seinen Rückzug gefordert. Darunter waren unter anderem Ingo Speich, Fondsmanager der Deka und Christopher Hohn vom Londoner Hedge Fonds TCI. Mit einer Netto-Leerverkaufsposition von 1,53 Prozent hält Hohn eine der größten Wetten auf einen Kursverlust bei Wirecard.

    Erst am Montagabend hatte die erneute Verschiebung der Bilanzpräsentation für das abgelaufene Jahr für Druck auf die Wirecard-Aktie gesorgt. Zum dritten Mal wurde die Vorlage der Bilanz auf den nun vierten Termin verlegt, jetzt ist der 18.Juni geplant.

    Als Grund nannte der Konzern, dass zwar alle ausländischen Prüfer zwischenzeitlich ihre Prüfungshandlungen abschließen konnten. In ihrer Gesamtheit sei die Prüfung jedoch noch nicht beendet. Wirecard betonte jedoch, dass der Dax-Konzern ein uneingeschränktes Testat der Prüfer erwartet.

    Auch die Hauptversammlung, die ursprünglich am 2. Juli stattfinden sollte, wurde deswegen auf den 26. August verschoben und wird aufgrund der Coronakrise via Internet abgehalten.

    Mehr: Um keinen anderen Dax-Titel ringen Gegner und Befürworter so intensiv wie um die Wirecard-Aktie.

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