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Zahlungsverhalten Die Coronakrise könnte Bargeld rasch zurückdrängen

Berater rechnen damit, dass Verbraucher in Deutschland künftig viel öfter per Karte zahlen. Die Entwicklung dürfte schneller gehen als bislang gedacht.
19.04.2020 - 16:26 Uhr Kommentieren
In der Coronakrise zahlen viele Verbraucher mit Karte statt mit Bargeld. Quelle: dpa
Händler bittet um Kartenzahlung

In der Coronakrise zahlen viele Verbraucher mit Karte statt mit Bargeld.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Coronakrise könnte Kartenzahlungen im Handel zulasten von Bargeld kräftig vorantreiben. Mit der Pandemie dürfte sich die Nutzung von kontaktlosen Bezahlverfahren, Giro- und Kreditkarten sowie mobilem Zahlen per Smartphone beschleunigen, glauben Zahlungsexperten der Beratungsfirma Oliver Wyman.

Der Anteil von Barzahlungen nach Umsatz könnte bis 2025 auf 32 Prozent sinken, schreiben sie in einer neuen Studie. Zum Vergleich: Für vergangenes Jahr schätzen sie den Bargeld-Anteil auf 47 Prozent.

„Eine Entwicklung, die mehrere Jahre dauern sollte, wird durch die Corona-Pandemie nun auf wenige Monate kondensiert“, sagte Gökhan Öztürk, Partner bei Oliver Wyman. Wegen der Corona-Pandemie bieten Handelsketten, Restaurants und Geschäfte verstärkt Kartenzahlungen anstelle von Bargeld an, um Kontakt mit Beschäftigten an den Kassen und potenzielle Übertragungen zu vermeiden. Das führe zu einer Entwöhnung von Barzahlungen, meinen die Berater. Auch vor der Corona-Krise hatten sie schon einen Rückgang von Barzahlungen vorhergesagt - aber nur auf einen Anteil von 37 Prozent gemessen am Umsatz.

Für eine schnellere Ausbreitung von Kartenzahlungen sehen die Berater mehrere Gründe: eine steigende Akzeptanz digitaler Verfahren bei Händlern und Kunden sowie die Einführung von Apple Pay hierzulande.
Die meisten Verbraucher bezahlen seit Beginn der Coronakrise ihre Einkäufe indes noch wie gewohnt, wie jüngste Umfragen der Bundesbank zeigten. Erst 25 Prozent von rund 1.000 Befragten hatten zuletzt ihr Zahlverhalten angepasst. Fast alle, die ihr Zahlungsverhalten geändert haben, begleichen Einkäufe laut der Umfrage seltener bar.

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    • dpa
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