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Zahlungsverkehr Die deutschen Banken vereinen ihre beiden Onlinebezahlverfahren

Paydirekt übernimmt zum 1. Dezember den Wettbewerber Giropay. Doch auch das fusionierte Unternehmen wird wohl nur ein Nischendasein führen.
31.08.2020 - 12:45 Uhr Kommentieren
Paydirekt & Giropay: Deutsche Banken vereinen Onlinebezahlverfahren Quelle: picture alliance / ZB
Bezahldienst Paydirekt

Der Onlinebezahldienst der deutschen Banken hat mit hohen Erwartungen losgelegt. Doch er führt auch fünf Jahre nach dem Start ein Nischendasein.

(Foto: picture alliance / ZB)

Frankfurt Die deutschen Banken führen ihre beiden Onlinebezahlverfahren zusammen. Paydirekt übernimmt Giropay, wie die beiden Unternehmen am Montagvormittag mitteilten. Für Kunden und für Händler ergäben sich „keine unmittelbaren Änderungen“, erklärten Paydirekt und Giropay.

Die deutschen Geldhäuser haben bereits seit einigen Monaten über die Fusion, die zum 1. Dezember umgesetzt werden soll, gesprochen. Der Schritt ist Teil der Initiative von „#DK“, was für „digitale Kreditwirtschaft“ steht. Unter diesem Motto loten die deutschen Banken seit mehr als einem Jahr aus, ob und inwiefern sie ihre verschiedenen Zahlungsangebote bündeln.

Über den aktuellen Beschluss hatte zuerst der Newsletter „Finanz-Szene“ berichtet. Demnach wird das fusionierte Unternehmen künftig unter dem Namen „Giropay“ am Markt auftreten.

Neben dem Zusammengehen von Paydirekt und Giropay geht es bei „#DK“ um eine Anbindung von Handy-zu-Handy-Zahlungen (Kwitt) und um die Girocard, besser bekannt unter ihrem alten Namen „EC-Karte“. Es sind zwar rund 100 Millionen Girocards in Umlauf, man kann damit aber nicht im Internet bezahlen.

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    Da auch Paydirekt und Giropay bei Onlinezahlungen nur eine kleine Rolle spielen, geht der Boom des Onlineshoppings und eben auch von Onlinezahlungen zu einem großen Teil an den deutschen Geldhäusern vorbei. Denn Paydirekt und Giropay führen ein Nischendasein und können mit dem großen Konkurrenten Paypal, der in Deutschland inzwischen rund 26 Millionen Nutzer zählt, nicht mithalten.

    Paydirekt, 2015 gestartet, kommt zwar auf gut 3,5 Millionen Registrierungen deutscher Bankkunden, gilt aber aus Sicht der Kreditinstitute als Enttäuschung. Die Erwartungen waren hoch. So hatte Paydirekt zwischenzeitlich die Zahl von sieben Millionen Nutzern bis Ende 2017 als Ziel ausgegeben. Wie viele Transaktionen über Paydirekt laufen, hat das Unternehmen bisher nicht mitgeteilt. Giropay wurde bereits 2005 gegründet. Die Firma wickelt derzeit eine Million Transaktionen pro Monat ab.

    Die beiden Onlinebezahldienste sind bei den Sparkassen sowie bei den genossenschaftlichen und privaten Banken verankert. Ihre Eigentümerstrukturen sind ähnlich, aber nicht komplett deckungsgleich. An Paydirekt sind die Sparkassen über ihren Zahlungsdienstleister DSV sowie über die Landesbanken Helaba und LBBW beteiligt, darüber hinaus das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank sowie die Deutsche Bank und die Commerzbank.

    Giropay gehört dem Sparkassen-IT-Dienstleister Finanz Informatik, dem genossenschaftlichen Pendant Fiducia GAD und der Postbank, die Teil der Deutschen Bank ist. Die Commerzbank hält keine Anteile an Giropay.

    Paydirekt und Giropay funktionieren unterschiedlich. Deshalb ist nun die Frage, wie lange beide Verfahren nebeneinander laufen werden. Während Kunden sich bei Paydirekt registrieren müssen und dies ähnlich wie der US-Bezahldienst Paypal funktioniert, legitimiert man sich bei Giropay über die Kontodaten.

    Mehr: Zahlungsanbieter und Banken werden mehr und mehr zu Konkurrenten.

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