Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Zahlungsverkehr Immer weniger Deutsche zahlen bar

Die Deutschen bezahlen immer weniger mit Bargeld – dafür sind digitale Bezahlsysteme auf dem Vormarsch. In den nächsten drei Jahren könnte der Anteil von Scheinen und Münzen im Zahlungsverkehr unter 50 Prozent fallen.
19.05.2014 - 15:50 Uhr 1 Kommentar
Geht immer seltener über die Ladentheke: Bargeld. Quelle: dpa

Geht immer seltener über die Ladentheke: Bargeld.

(Foto: dpa)

Frankfurt Sparkassen und Einzelhandel sehen in Deutschland einen anhaltenden Trend zum bargeldlosen Bezahlen. „Wir rechnen damit, dass der Bargeldanteil in Deutschland in den nächsten drei Jahren unter 50 Prozent fallen wird“, sagte Ludger Gooßens, Mitglied im Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), bei einer Bundesbank-Tagung am Montag in Frankfurt.

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, verwies darauf, dass der Einsatz von Schein und Münze an der Ladenkasse seit geraumer Zeit Jahr für Jahr leicht zurückgehe. Noch habe sich aber keines der modernen bargeldlosen Bezahlsysteme in der Breite durchgesetzt. „Die Akzeptanz des Bargeldes wird auf absehbare Zeit hoch bleiben“, sagte Genth.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann betonte den Wert einer stabilen Währung. „Unabhängige und stabilitätsorientierte Zentralbanken sind hierbei der zentrale Vertrauensanker“, betonte Weidmann. Er warnte vor einer künstlichen Schwächung des Euro. Eine einseitige Wechselkursorientierung „könnte immer auch Gegenreaktionen anderer Währungsräume auslösen“, sagte Deutschlands oberster Währungshüter.

Der Wechselkurs sei jedoch insofern für die Geldpolitik im Euroraum relevant, als Wechselkursbewegungen Einfluss auf die Entwicklung des Preisniveaus haben können, erklärte Weidmann. Die Inflation in der Eurozone ist seit Monaten extrem niedrig, der Euro vergleichsweise stark. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Weidmann angehört, werde bei seinen geldpolitischen Entscheidungen „auch die weitere Wechselkursentwicklung genau beobachten“, sagte Weidmann.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Erwartet wird, dass die EZB Anfang Juni ihre Geldpolitik weiter lockert. Denkbar ist ein ganzes Bündel auch unkonventioneller Maßnahmen: eine weitere Senkung des Leitzinses unter das Rekordtief von 0,25 Prozent, Strafzinsen auf Bankeinlagen bei der EZB, zusätzliche Langfristkredite für die Geldinstitute im Euroraum (LTRO) oder auch Käufe von Kreditverbriefungen (ABS).

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Zahlungsverkehr - Immer weniger Deutsche zahlen bar
    1 Kommentar zu "Zahlungsverkehr: Immer weniger Deutsche zahlen bar"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wird das Bargeld wieder einmal kleingeredet? Jede Zahlung, die nicht bar erfolgt, hinterläßt digitale Spuren (was hat wer wann wo gekauft), die Datenkraken problemlos verfolgen, speichern und auswerten können.
      So schafft man lückenlose Profile bis in die Lebensgewohnheiten hinein und den gläsernen Bürger.
      Ein Orwell'scher Alptraum!

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%