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Überweisung

Lastschriften zurückgeben und Einzugsermächtigungen widerrufen

(Foto: dpa)

Zahlungsverkehr Lastschriften zurückgeben und Einzugsermächtigungen widerrufen

Lastschriften werden heutzutage innerhalb von 24 Stunden durchgeführt. Doch kann ich sie wieder zurückbuchen und kann man eine Einzugsermächtigung widerrufen?
02.04.2020 - 09:08 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Geldtransfers von Bankkonten gehören zum Alltag. Jede Minute wechseln größere und kleinere Geldbeträge den Besitzer. Doch was passiert wenn man eine Lastschrift zurückgeben möchte? Ist das möglich und sind dabei Fristen zu beachten? Wobei handelt es sich bei einer Einzugsermächtigung und kann man diese widerrufen?


Widerruf von Einzugsermächtigungen und zurückbuchen von Lastschriften

Kann man Lastschriften zurückbuchen?

Ja, man kann Lastschriften zurückbuchen lassen. Dabei ist allerdings wichtig, ob es sich bei der Lastschrift um eine genehmigte oder eine ungenehmigte Lastschrift handelt. Das ist nämlich ausschlaggebend dafür, wie lange eine Lastschrift widerrufen werden kann. Grundsätzlich können aber Beide zurückgebucht werden.

Wie lange kann man genehmigte Lastschriften zurückbuchen?

Bei einer genehmigten Lastschrift handelt es sich um eine Überweisung, für welche der Kontoinhaber eine Einzugsermächtigung erteilt hat. Eine genehmigte Lastschrift kann innerhalb des SEPA-Basis-Lastschriftverfahrens innerhalb von acht Wochen widerrufen werden. Dafür ist auch keine Angabe eines Grundes nötig.

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    Am einfachsten ist der Widerruf wenn das Geld noch nicht von dem belasteten Konto abgebucht und dem Empfängerkonto gut geschrieben wurde, da sich die Bank des Kontoinhabers sich so nicht mit der Bank des Empfängers in Verbindung setzen muss. In der Regel dauert es zwischen drei und 24 Stunden bis eine Überweisung zwischen zwei Kreditinstituten abgewickelt ist. Falls das Geld innerhalb einer Bank transferiert wird, geschieht das oft in Echtzeit.

    Wie lange kann man ungenehmigte Lastschriften zurückbuchen?

    Überweisung, welche vorher nicht durch den Kontoinhaber gestattet wurden, sind ungenehmigte Lastschriften. Eine ungenehmigte und dadurch widerrechtliche Lastschrift kann bis zu 13 Monate zurückgebucht werden. Ausgangspunkt dieser 13 Monate ist der Tag, an dem die Bank dem Kunden den Zahlungsvorgang gemeldet hat beispielsweise durch Kontoauszüge. 

    Entstehen durch den Widerruf einer Lastschrift zusätzliche Kosten oder Gebühren?

    Generell werden durch den Widerruf der Lastschrift keine Kosten verursacht. Allerdings können durch diese Bankgebühren anfallen, welche in der Regel derjenige trägt, welcher die Rückgabe verursacht hat. So ist beispielsweise der der Gläubiger Schuld, falls er zu viel oder zu oft abgebucht hat oder er kein Mandat besaß. Diese Gebühren sind von Bank zu Bank unterschiedlich und belaufen sich durchschnittlich auf etwa drei Euro.

    Was ist eine Einzugsermächtigung?

    Bei einer Einzugsermächtigung erteilt ein Kontoinhaber einem Vertragspartner das Recht (eine Vollmacht) eine Zahlungen eigenständig von seinem Konto abzubuchen, um einen Schuldenbetrag zu begleichen. Dies kann in Form einer einmaligen oder mehrfachen Zahlung geschehen.

    Kann man Einzugsermächtigungen widerrufen?

    Auch eine Einzugsermächtigung kann widerrufen werden. Dazu ist allerdings ein Schreiben an den Vertragspartner nötig. Generell hat eine Einzugsermächtigung keine zeitliche Begrenzung. Eine Ausnahme ist, wenn in 36 Monaten keine Überweisung vollzogen wird. Dann verfällt die Vollmacht. Es gibt keine allgemeinen Kündigungsfristen, aber natürlich ist das Datum der nächsten Zahlung zu beachten, falls man diese nicht mehr leisten möchte.

    Kündigt man mit dem Widerruf der Einzugsermächtigung auch den eigentlichen Vertrag?

    Mit dem Widerruf der Einzugsermächtigung kündigt man nicht den eigentlichen Vertrag. Dementsprechend müssen die vereinbarten Beträge auch weiter durch eigenständige Überweisungen geleistet werden. Bei regelmäßig fälligen Beträgen bietet sich ein Dauerauftrag an, welcher ohne großen Aufwand jederzeit gekündigt werden kann.

    Falls nach der Kündigung der Einzugsermächtigung weiterhin Geld von dem Konto abgebucht werden sollte, kann dieses zu den Bedingungen von ungenehmigten Lastschriften zurückgefordert werden.

    Mehr: Das sollten Bankkunden zu Überweisungen wissen.

    • gb
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