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ZDF-Sendung Deutsche Bank löst das „Heute Show“-Rätsel

In einer internen Stellungnahme erklärt die Deutsche Bank, wie es zum peinlichen Auftritt eines Mitarbeiters in der ZDF-Satiresendung „Heute Show“ kam. Nur eine Frage bleibt weiterhin unbeantwortet.
13.11.2013 - 09:34 Uhr 21 Kommentare
„Heute Show“-Moderator Oliver Welke in der Sendung am 8. November 2013. Quelle: Screenshot

„Heute Show“-Moderator Oliver Welke in der Sendung am 8. November 2013.

(Foto: Screenshot)

Düsseldorf Am Wochenende hatte die Deutsche Bank noch Antworten auf Fragen von Handelsblatt Online zu einem Beitrag der ZDF-Satiresendung „heute show“ verweigert. Der Film hat mittlerweile deutschlandweit für Aufsehen gesorgt – Ex-Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn hatte darin ein Interview mit einem Mitarbeiter der Bank geführt. Fragen und Antworten hatte Sonneborn zufolge die Deutsche Bank geliefert. 3,32 Millionen Menschen sahen den Beitrag.

Nachdem etliche Medien ebenfalls über das PR-Desaster berichtet hatten, wehrt die Bank sich jetzt und erklärt den Hintergrund für das Gespräch – in einer Stellungnahme für die eigenen Mitarbeiter, die Handelsblatt Online vorliegt. Eine private Produktionsfirma habe ein Interview angefragt. „Nach Angaben dieser Firma sollte der Beitrag eine junge Zielgruppe ansprechen und daher ,möglichst locker, nicht zu fachspezifisch und ernst‘ sein“, so die Pressestelle der Bank.

Die der Produktionsfirma zugesandten Fragen und Antworten seien keine Vorgaben für ein Interview, sondern Beispiele gewesen. „Letztlich verstehen wir uns als Dienstleister für und nicht als Kontrolleur von Medien“, heißt es in dem Statement.

Mehrere Vorgespräche habe es gegeben, um Inhalte aus dem Deutsche-Bank-Projekt „Finanzielle Allgemeinbildung“ zu vermitteln. So wurde von der Bank auch der Mitarbeiter Stefan Georgi aus der Leipziger Filiale vorgeschlagen, der ehrenamtlich als Referent an Schulen wirtschaftliche Zusammenhänge erläutere.

„Ein ganzer Pressetross umkreiste uns“
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21 Kommentare zu "ZDF-Sendung: Deutsche Bank löst das „Heute Show“-Rätsel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das allein ist aus meiner Sicht der Punkt!

    Es geht um die ängstliche Abschottung von Parallelgesellschaften (zu nennen neben Banken die Regierung, die nur noch per vorgefertigtem "Podcast" mit "ihrem" Volk kommuniziert), die hier gezeigt wird.

    Sonneborn hat das mit seiner weniger lustigen, als aufdeckenden Aktion nur GEZEIGT.

  • Wieso soll das ZDF sich entschuldigen. Die Deutsche Bank sollte sich dafür entschuldigen (...)
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Geniale Arbeit von Herrn Sonneborn. Das ZDF hat einen Preis für diese gekonnte journalistische Arbeit verdient!!

  • Das Ganze war ja bisher schon peinlich genug für das ZDF. Wenn das jetzt aber stimmt, haben die Verantwortlichen beim ZDF völlig versagt:
    1. Unter falscher Flagge ansegeln machen vielleicht Piraten aber keine seriösen Medien (von investigativem Journalismus mal ab) und 2. Vorschläge im Rahmen eines Bildungsprogrammes als Medienbeeinflussung darzustellen geht ja mal gar nicht: Im Grunde genommen ist das schon Betrug. Für ein Witzchen ist das Thema zu ernst.
    Also ZDF: Sofort bei der Deutschen Bank entschuldigen!

  • @baerentreiber
    Die Probleme sind auch von Ackarmann verursacht worden. Die jetzige Führung müüsen die Konsequenzen ausbaden. Ackermann war schlau genug um sich rechtzeitig vom Acker zu machen.

  • Erst weniger Ertrag als die Commerzbank und die HVB und nun dies :-( Bitte kommen Sie zurück, Herr Ackermann !

  • Dieser Fall ist symptomatisch für die aktuelle-nicht nur deutsche_Kommunikationskultur. Die Wirtschaft möchte sich in ein positives Licht stellen und übersieht dabei, dass die Menschen heute ehrliche Antworten wollen und auch immer mehr ein Gespür dafür entwickeln, ob sie ernst genommen oder durch Leerfloskeln wie in dem DB Interview demonstriert für unmündig gehalten werden. Auch hier gilt: man sieht sich immer zweimal im Leben und wird sich beim zweiten Mal im Zweifelsfall gegen einen Anbieter entscheiden. Den Vorteil auif lange Sicht wird derjenige haben, der sich nahe an der Wahrheit bewegt und im Zweifelsfall eher schweigt als Leerfloskeln zu verbreiten.

  • Dem muss ich entschieden widersprechen. Das ist Realsatire. Davon gibt es meiner Meinung nach im deutschen Fernsehen derzeit viel zu wenig. Ich ziehe meinen Hut vor Herrn Sonneborn.

  • Womit Sie das Kernargument für ein durch allgemeine Gebühren (vormals GEZ) finanziertes Fernsehen liefern. Welche Interessen die "Crowd" beim Crowdfunding verfolgt ist nämlich ebenso intransparent, was meinen Sie wie schnell sich eine solvente Finanz-Crowd bilden würde.
    Jetzt müsste man es nur noch schaffen, die Kontrollgremien unabhängiger von der Politik zu machen.

    Was die DB betrifft, so hätte sie in Ihrer Stellungnahme mitteilen können, dass die Vorformulierung der Fragen dem Journalisten angeboten und von diesem explizit gewünscht wurde. Wenn dies nicht so ist (was ich vermute) trifft es hier genau die richtigen. Ein Beispiel für wirklich unabhängigen Journalismus.

  • @josefduffner
    Das war Journalismus auf höchstem Niveau. Noch nie hat jemand die Philosophie und Denkweise eines Unternehmens, mit dem vom Unternehmen gelieferten materialien, derartig bloßgelegt

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