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Premium Zins-Manipulation Anklagen, Banden und Geständnisse

Etwa sechs Milliarden Euro Bußgeld haben Banken weltweit bereits in der Libor-Affäre gezahlt. Hinzu kommen Strafprozesse gegen einzelne Beschäftigte. Ein Überblick.
13.04.2015 - 09:48 Uhr
Das Finanzinstitut war das erste Geldhaus, das die Ermittlungen der Behörden wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor mit einem Vergleich beendete. Quelle: Reuters
Barclays-Filiale in London

Das Finanzinstitut war das erste Geldhaus, das die Ermittlungen der Behörden wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor mit einem Vergleich beendete.

(Foto: Reuters)

London Er wollte damit offenbar die Gemüter beruhigen: Als Finanzaufseher in Großbritannien und den USA gegen Barclays Mitte 2012 wegen der Libor-Affäre Strafen von 290 Millionen Pfund (400 Millionen Euro) verhängten, kündigte der damalige Bank-Chef Bob Diamond den Verzicht auf seine Boni an. Doch sein Kalkül ging nicht auf. Der Druck von Aktionären und Politikern nahm weiter zu. Nur wenige Tage später trat Diamond zurück.

Barclays war das erste Geldhaus, das die Ermittlungen der Behörden wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor mit einem Vergleich beendete. Konkurrenten wie UBS, Royal Bank of Scotland und Lloyds folgten – ebenso wie ein weiterer Rücktritt: Piet Moerland, Chef der niederländischen Rabobank. Nachdem das Institut sich 2013 mit Behörden auf gut 700 Millionen Euro Strafe geeinigt hatte, gab Moerland seinen Job auf.

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