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Zinspapier-Geschäft Gewinn von Credit Suisse sackt deutlich ab

Anleihen sind eigentlich ein gutes Geschäft für die Schweizer Bank Credit Suisse, doch derzeit herrscht Flaute. Das macht sich auch beim Konzerngewinn bemerkbar – und könnte auch das größte deutsche Geldhaus treffen.
16.04.2014 Update: 16.04.2014 - 12:03 Uhr Kommentieren
Wolken über einer Filiale von Credit Suisse: Ein Vergleich in den US-Ermittlungen könnte zu Milliardenzahlungen führen. Quelle: dpa

Wolken über einer Filiale von Credit Suisse: Ein Vergleich in den US-Ermittlungen könnte zu Milliardenzahlungen führen.

(Foto: dpa)

Zürich Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat wegen schleppender Geschäfte mit Anleihen und Aktien im Auftaktquartal einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Der Überschuss sackte von Januar bis März um ein Drittel auf 859 Millionen Franken ab, wie Credit Suisse am Mittwoch mitteilte. Damit verfehlte die zweitgrößte Schweizer Bank die Analysten-Schätzungen von 1,16 Milliarden Franken deutlich. Für den Rückgang war das Investmentbanking verantwortlich. Insbesondere im Zinsgeschäft und im Geschäft in gewissen Schwellenmärkten musste die Bank Ertragseinbußen verdauen.

Damit zahlt sich die Strategie von Konzernchef Brady Dougan, an einem ausgebauten Investmentbanking festzuhalten, bislang nicht aus. Trotzdem demonstrierte der Amerikaner am Mittwoch in einer Telefonkonferenz Zuversicht. „Wir befinden uns auf Kurs, die langfristigen Ziele zu erreichen“, sagte Dougan.

Credit Suisse eröffnete die Berichtssaison der großen europäischen Banken. Wie bereits die US-Konkurrenten JP Morgan und Citigroup bekamen die Schweizer die Flaute in Geschäft mit festverzinslichen Papieren zu spüren. Die Anleihenhandelseinnahmen sanken im fortgeführten Geschäft um 21 Prozent. Auch die Deutsche Bank dürfte sich diesem Trend nicht entziehen können, wenn sie Ende April die Zwischenbilanz vorlegt. Der deutsche Branchenprimus ist eine große Nummer im Anleihen-Geschäft, das lange boomte und Einbußen in anderen Teilen des Investmentbankings ausglich.

Zudem verursachte der Ausstieg von Credit Suisse aus kapitalintensiven Investmentbanking-Geschäften einen Verlust von 297 Millionen Franken.

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    Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten fielen im Auftaktquartal mit 107 Millionen Franken moderat aus. 2013 hatte die Bank 2,3 Milliarden Franken beiseite gelegt, um die Altlasten auszuräumen. Zum Steuerstreit mit den USA bemüht sich Credit Suisse weiter, eine Lösung zu finde.

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