Bankenaufsicht Für die Banken wird die Aufsicht teurer

Banken müssen mehr Geld für die Bankenaufsicht der EZB bezahlen. Die Kontrollkosten liegen in diesem Jahr 24 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Die EZB muss deshalb ihre Ressourcen für die Bankenaufsicht erhöhen.

FrankfurtBanken in der Euro-Zone müssen sich auf höhere Kosten für die Aufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) einstellen. Die Gesamtaufwendungen für die Überwachung der Geldhäuser lägen 2016 mit voraussichtlich 404 Millionen Euro rund 24 Prozent über der für 2015 in Rechnung gestellten Summe, teilte die EZB-Bankenaufsicht am Donnerstag in Frankfurt mit.

Die Bankenwächter holen sich alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Kontrolle der Geldhäuser anfallen, von den Instituten zurück. Für die einzelnen Häuser werden die Gebühren nach einem Schlüssel berechnet, der unter anderem das Risikoprofil und die Größe der Bank berücksichtigt.

Mehr als 88 Prozent der Kosten entfallen auf die 129 Banken, die die EZB inzwischen direkt überwacht. Der Rest teilt sich auf unter den rund 3200 kleineren Geldhäusern in der 19-Ländergemeinschaft. Die EZB hatte beschlossen, ihre Ressourcen für die Bankenaufsicht zu erhöhen.

So steigt unter anderem die Zahl der Beschäftigten dieses Jahr um 160. In nächsten Jahr sollen dann weniger neue Mitarbeiter angestellt werden. Die EZB-Bankenaufsicht war im Herbst 2014 mit rund 1000 Beschäftigten an den Start gegangen - darunter 750 Bankenaufsehern. Ende 2015 lag die Zahl bei etwa 1100.

„Die Sparer haben es selbst in der Hand“
„Die Sparer haben es mit ihren Anlage-Entscheidungen auch selbst in der Hand, wie hoch ihre Erträge ausfallen, auch in Zeiten niedriger Zinsen. Die Sparer müssen ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen, sondern haben auch andere Möglichkeiten.“
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Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, lässt Kritik an sich abperlen. In einem Interview mit der „Bild”-Zeitung sagt er am 28. April 2016, der Wirkungsnachweis seiner Politik benötige Zeit und Geduld. Sparer legt der EZB-Präsident nahe, mehr Risiken am Kapitalmarkt einzugehen.

„Mittlerweile geht die expansive Geldpolitik in ein expansives Versagen über. Aus 'Quantitativer Lockerung' wird 'Quantitatives Scheitern'.“
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Nigel Wilson, Chef des britischen Versicherers Legal & General, im Handelsblatt-Interview am 28 April 2016.

„3 Prozent Zins bei 3 Prozent Inflation ist nicht dasselbe wie 0 Prozent Zins bei 0 Prozent Inflation.“
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am 8. April 2016 auf einer Veranstaltung in Kronberg über die unterschiedliche Wahrnehmung einer realen Verzinsung in Höhe von null Prozent. Er sagte zudem laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass die Zeit der extrem lockeren Geldpolitik enden müsse.

„[Negative Zinsen] bestrafen die Sparer auf der Welt ganz erheblich.“
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Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, am 10. April 2016 in seinem Brief an die Aktionäre.

„Wir wären besser dran, wenn wir das Geld unter eine Matratze stecken würden.“
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Das Problem: Er bräuchte nur eine vertrauenswürdige Person, die dann darauf schlafen würde. Der US-Investor Warren Buffett klagt im Programm des US-Wirtschaftssenders CNBC am 29. Februar 2016 über die notorische niedrigen Zinsen in Europa. Die Zinspolitik „verzerrt alles“.

„Das wird eine Reihe ungewollter Konsequenzen nach sich ziehen, die wir nicht verstehen.“
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Der CEO der Investmentbank JP Morgan, Jamie Dimon, kann sich negative Zinsen in den USA nicht vorstellen. Über den Minuszins in Europa sagt er dem US-Wirtschaftssender CNBC am 3. März: „In fünfzig Jahren werden darüber Bücher geschrieben, was wir hätten tun sollen, was wir getan haben, hätten tun können – und was wir daraus lernen können.“

„Die aktuellen Bedingungen könnten das Potenzial für künftige Systemrisiken schaffen.“
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Der Vorstandsvorsitzende der schweizerischen UBS, Sergio Ermotti, mahnt am 2. März 2016 in einem Interview mit Bloomberg vor den niedrigen Zinsen. „Manche Banken übernehmen sich bei der Kreditvergabe“, gibt er zu Bedenken.

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