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Bankenfusion Deutsche und Commerzbank favorisieren klassische Übernahme

Die Schaffung einer Holding ist offenbar aus Komplexitätsgründen aus dem Rennen. Die Deutsche Bank zeigt sich zugleich offen für weitere Einschnitte in den USA.
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Die beiden Großbanken habe die Idee einer neuen Holding offenbar verworfen. Quelle: dpa
Deutsche Bank und Commerzbank

Die beiden Großbanken habe die Idee einer neuen Holding offenbar verworfen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutsche Bank und Commerzbank favorisieren bei ihren laufenden Gesprächen über einen Zusammenschluss nach Darstellung von Insidern aktuell eine klassische Übernahme gegenüber komplexeren Varianten. Das gegenwärtige Basisszenario sehe eine Transaktion vor, bei der die Deutsche Bank den Aktionären des kleineren Frankfurter Konkurrenten ein Angebot mache, sagten mehrere mit dem Fortgang der Gespräche vertraute Personen. Eine Holdingstruktur zu schaffen, habe sich als zu komplex erwiesen, hieß es weiter.

„Die Holding-Struktur ist tot“, sagte eine der Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten, der Nachrichtenagentur Reuters. Andere Insider bestätigten diese Darstellung. Es habe zu Beginn der Fusionsüberlegungen auch eine Variante existiert, bei der eine neue Holding-Firma Deutsche Bank und Commerzbank unter ihr Dach genommen hätte.

Die drei Insider erklärten, es sei noch keine abschließende Entscheidung über die finale Struktur einer zusammengeführten Großbank gefallen. Ebensowenig sei klar, dass es am Ende überhaupt zu einem Deal kommen werde. Die Gespräche liefen allerdings gut und konstruktiv.

Sprecher von Deutscher Bank und Commerzbank wollten die Informationen nicht kommentieren. Eine Holding-Struktur ist recht aufwändig, allerdings hat ein solches Konstrukt aus Sicht der Aufseher den Vorteil, dass im Krisenfall einzelne Teile leichter abgewickelt werden können, ohne dass gleich die ganze Bank in eine Schieflage gerät.

Beim Aufbau einer Holding hätten die Vermögenswerte beider Banken neu bewertet werden müssen. Würde die Deutsche Bank die Commerzbank übernehmen, müsste nur das Übernahmeziel, also die Commerzbank, neu bewertet werden, hieß es in Bankenkreisen.

Hinzu komme, dass bei einer Holding mit den zwei Banken unter dem neuen Dach ein relatives Preisverhältnis gefunden werden müsste - ein komplexes Unterfangen. Bei einer einfachen Übernahme entspräche das Übernahmeangebot ganz einfach dem ausgehandelten Kaufpreis, sagten auf derartige Geschäfte spezialisierte Banker.

Deutsche Bank offen für weitere Einschnitte in den USA

Zudem zeigte sich die Deutsche Bank in den Fusionsverhandlungen Insidern zufolge offen für weitere Restrukturierungen in ihrem ertragsschwachen US-Geschäft. Die Commerzbank habe für die Fortsetzung der Fusionsverhandlungen die Zusicherung verlangt, dass die Deutsche Bank zu tieferen Einschnitten in ihr defizitäres US-Geschäft bereit sei.

Die Deutsche Bank habe mehrere Möglichkeiten angesprochen, darunter ein Zurückschneiden des US-Wertpapiergeschäfts und Kürzungen im Geschäftsfeld Corporate Finance, das Kunden bei Finanztransaktionen begleitet.

Die beiden Institute hatten Mitte März formelle Gespräche über einen Zusammenschluss begonnen, deren Abschluss in den nächsten Tagen bis Wochen erwartet wird. Eine Vorentscheidung, ob die Verhandlungen fortgesetzt werden, könnte nach Medienberichten bereits am Wochenende fallen.

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  • rtr
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