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Deutsche Bank

In Schwierigkeiten: Die Deutsche Bank ist aus dem europäischen Leitindex EuroStoxx50 gefallen.

(Foto: Reuters)

Bankenfusion Fusion mit der Commerzbank? Deutsche-Bank-Chef hat keine Eile

Neue Fusionsfantasien beflügeln die Aktienkurse beider Banken. Doch noch ist ein solcher Zusammenschluss nach Handelsblatt-Informationen Zukunftsmusik.
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FrankfurtEs war nur ein kurzer Sommerflirt: Als die Commerzbank und die Deutsche Bank vor zwei Jahren einen Zusammenschluss ausloteten, waren sich beide schnell einig, dass es zu früh sei für eine Fusion. Zunächst einmal müssten beide Banken intern aufräumen.

Das Ausmisten dauert länger als gedacht. Nach Informationen des Handelsblatts hat der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing vor Kurzem Investoren gegenüber signalisiert, dass eine Fusion – wenn überhaupt – frühestens in 18 Monaten wieder auf den Tisch kommen könne.

Zunächst müsse die in den vergangenen drei Jahren defizitäre Deutsche Bank ihre Hausaufgaben machen und über mehrere Quartale stabile Ergebnisse abliefern.

Am Dienstag sprangen die Aktienkurse der beiden Banken kurzzeitig in die Höhe, nachdem „Spiegel Online“ geschrieben hatte, dass Commerzbank-Chef Martin Zielke „lieber heute als morgen“ fusionieren würde.

Die Commerzbank-Aktie gewann in der Spitze vier Prozent, die Deutsche Bank schaffte ein Prozent. Zuletzt notierte die Aktie der Commerzbank noch 2,3 Prozent im Plus, das Papier der Deutschen Bank 0,6 Prozent im Plus.

Nach Handelsblatt-Informationen hält Zielke zwar ein Zusammengehen mit der Deutschen Bank weiterhin für eine sehr realistische Option, er hat dabei aber ebenfalls keine Eile. Keine der beiden Banken wollte zu diesen Gedankenspielen einen Kommentar abgeben.

In den vergangenen zwei Wochen waren die Fusionsfantasien wieder hochgekocht. Auslöser dafür war eine Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel von der Notwendigkeit eines nationalen Bankenchampions gesprochen und angekündigt hatte, dass die Bundesregierung künftig wieder mehr Standortpolitik für die heimischen Geldhäuser betreiben wolle.

Es sei ein Problem für eine große Volkswirtschaft wie die deutsche und auch für die Europäische Union, dass die Institute nicht die notwendige Größe haben, um die Wirtschaft zu begleiten, so Scholz. „Denn das bleibt ja so, dass der Erfolg unserer Wirtschaft, auch der Exporterfolg zum Beispiel der deutschen Wirtschaft, davon abhängt, dass sie global tätig ist.“

An den internationalen Finanzmärkten sind die beiden Banken nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Commerzbank muss am 24. September ihren Platz im Leitindex Dax räumen, die Deutsche Bank fällt dann aus dem europäischen Leitindex Euro Stoxx 50.

Bundesregierung mit gewichtiger Stimme

Die Bundesregierung hätte bei einer möglichen Fusion zwischen den beiden größten börsennotierten deutschen Geldhäusern auch deshalb eine gewichtige Stimme, weil sie immer noch mit gut 15 Prozent an der Commerzbank beteiligt ist.

Der Staat hatte die Commerzbank in der Finanzkrise vor dem Kollaps gerettet. Ein Verkauf des Aktienpakets würde zum jetzigen Zeitpunkt aber einen Milliardenverlust für den Steuerzahler bedeuten.

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