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Bankenregulierung Ackermann und Blessing fordern einheitliche Regeln

Die europäische Bankenbranche kam heute in Frankfurt zusammen auf der Veranstaltung „Euro Finance Week“. Mit dabei waren auch Josef Ackermann und Martin Blessing – und es herrschte in der Sache Einigkeit zwischen ihnen: Deutsche Bank und Commerzbank haben vor einem desaströsen Wettbewerb um die besten nationalen Bedingungen für die Finanzbranche gewarnt.
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Bundesbank-Vorstand Weber fordert die Landesbanken zur Eile auf. Quelle: DAPD

Bundesbank-Vorstand Weber fordert die Landesbanken zur Eile auf.

HB FRANKFURT. Die Fragmentierung der unterschiedlichen Regulierungsansätze sei ein Problem, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am Montag bei der „Euro Finance Week“ in Frankfurt und mahnte: „Wir brauchen globale Standards und nicht irgendwelche nationalen Interessen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, sagte: „Es geht bei der ganzen Debatte auch um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.“ Banken spielten als Kreditgeber für die Realwirtschaft eine wichtige Rolle.

Zur Frage der Größe von Banken betonte Ackermann: „Es ist unbedingt notwendig, dass wir das über die nationalen Grenzen hinaus definieren.“ Die Finanzkrise, bei der weltweit Steuermilliarden ins System gepumpt wurden, hatte die Debatte entfacht, ob einige Institute nicht zu groß geworden sind und damit im Notfall zwingend gerettet werden müssen statt sie abzuwickeln.

Zuvor hatte Bundesbankpräsident Axel Weber den deutschen Landesbanken Druck gemacht. Mit deutlichen Worten forderte Weber eine Neuordnung der öffentlich-rechtlichen Institute: „Ich glaube, dass insbesondere in diesem Bereich die Mikado-Strategie, die bislang angewandt worden ist, nicht zielführend ist“, sagte der Bundesbankpräsident. „Die Landesbanken haben ihr Schicksal selbst in der Hand, aber sie müssen etwas tun.“

Die bisherigen Anpassungen im Bereich der Landesbanken halte er jedenfalls für unzureichend, betonte Weber. Zuletzt waren Gespräche zwischen BayernLB und WestLB über eine Fusion gescheitert. Beide Institute waren in der Krise mit Mrd. öffentlicher Gelder gestützt worden.

Die WestLB muss gemäß einer EU-Auflage bis Ende kommenden Jahres mehrheitlich in neue Hände kommen oder mit einer anderen Landesbank fusionieren. Sollte beides nicht gelingen, droht der Bank mit ihren 5000 Mitarbeitern ab 2012 die Abwicklung.

Weber erklärte, im Zuge der Einführung der schärferen Eigenkapitalregeln für Banken („Basel III“) werde „vielleicht auch der eine oder andere aus dem Markt ausscheiden“. Das sei aber als Lehre der Finanzkrise durchaus gewollt: „Das ist die absolute Zielrichtung der neuen Regulierung.“

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1 Kommentar zu "Bankenregulierung: Ackermann und Blessing fordern einheitliche Regeln"

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  • Herr blessing von der Commerzbank muß auch hier seinen intellektuellen Senf dazu geben. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft (insbesondere des deutschen Mittelstandes) war und ist wohl in diesem Zusammenhang weniger das Problem. Wettbewerbspolitisch ist wohl eher die Commerzbank selbst ein Problem, da sie Staatshilfen in Milliardenhöhe erhält und dafür bisher nicht einmal Zinsen zahlt. Wenn man -wie die Commerzbank und Herr blessing- auf Kosten des Steuerzahlers (bzw. der "Realwirtschaft") Milliarden verzockt und selbst kein tragfähiges Geschäftsmodell hat, versucht man es eben auf diese Weise, auf Konferenzen ins Gespräch zu kommen. Die vorgesehenen verschärfenden Regelungen für banken sind dringend fällig und werden für eine gesunde Marktbereinigung im bankensektor sorgen.

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