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Bankenregulierung Drei Anwärter für Chefposten der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde

Im Rennen um den Vorsitz der EU-Bankenbehörde sind noch drei Kandidaten. Einer von ihnen ist Eba-Exekutivdirektor Farkas.
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Die Eba zieht wegen des Brexits von London noch Paris um. Quelle: dpa
Sitz der EU-Bankenaufsichtsbehörde in London

Die Eba zieht wegen des Brexits von London noch Paris um.

(Foto: dpa)

FrankfurtIn der Europäischen Union werden 2019 viele wichtige Posten besetzt: Gesucht werden neue Präsidenten für die EU-Kommission, den Europäischen Rat, das Europaparlament und die EZB. Doch während sich die Entscheidungen darüber noch Monate hinziehen werden, dürfte es bei einer anderen wichtigen Stelle bald Klarheit geben.

Für den Chefposten der europäischen Bankenbehörde Eba gebe es aktuell drei heiße Kandidaten, sagte eine mit dem Thema vertraute Person dem Handelsblatt. Dabei handelt es sich um Adam Farkas aus Ungarn, José Manuel Campa aus Spanien und Édouard Fernandez-Bollo aus Frankreich.Zuerst hatte darüber die „Börsen-Zeitung“ berichtet.

Der Eba-Chefsessel ist aktuell nicht besetzt, weil Amtsinhaber Andrea Enria Anfang des Jahres die Leitung der EZB-Bankenaufsicht übernommen hat. Campa hat in Harvard Wirtschaft studiert und später unter anderem im spanischen Wirtschaftsministerium gearbeitet. Aktuell ist er bei der spanischen Großbank Santander für Regierungsbeziehungen zuständig.

Fernandez Bollo ist seit 2014 Generalsekretär der französischen Finanzaufsicht ACPR und in dieser Funktion auch Mitglied im Eba-Rat der Aufseher, dem obersten Entscheidungsgremium der Behörde. Die besten Chancen räumen viele jedoch Farkas ein. Er ist seit 2011 als Exekutivdirektor für das operative Geschäft der Eba zuständig und somit faktisch die Nummer zwei in der Behörde.

Aktuell kümmert sich der 50-Jährige unter anderem um den Umzug der Eba, die wegen des Brexits von London nach Paris zieht. Farkas ist seit Jahren auf Finanzkonferenzen in ganz Europa und auch auf dem politischem Parkett unterwegs. Im November sprach er beispielsweise bei einer Anhörung im EU-Parlament über das Thema Geldwäschebekämpfung.

In diesem Bereich soll die Rolle der Eba gestärkt werden. Falls Behörden in Mitgliedsstaaten nicht tätig werden, soll die Eba einzelne Banken zu Maßnahmen gegen Geldwäsche zwingen können. Die Hauptaufgabe der Eba ist es, für ein möglichst einheitliches Regelwerk in der Bankenregulierung in der EU zu sorgen. Zudem führt sie alle zwei Jahre einen Stresstest für die größten europäischen Banken durch.

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