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Bankenunion Euro-Notenbanker sprechen sich für gemeinsame Einlagensicherung aus

Die Zusage von Finnland und Litauen bringen die Bankenunion der Euro-Zone ein weiteres Stück nach vorne. Das Projekt soll mehr Vertrauen schaffen.
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Mehr Sicherheit in der Bankenlandschaft der EU soll vor allem durch eine gemeinsame Einlagensicherung gewährleistet werden. Quelle: dpa
Bankenunion

Mehr Sicherheit in der Bankenlandschaft der EU soll vor allem durch eine gemeinsame Einlagensicherung gewährleistet werden.

(Foto: dpa)

FrankfurtFührende Notenbanker aus der Euro-Zone haben sich für die Vollendung der Bankenunion ausgesprochen. Finnlands neuer Notenbank-Chef Olli Rehn und sein Kollege von der Zentralbank Litauens, Vitas Vasiliauskas, machten sich am Dienstag im Magazin „Eurofi“ vor allem für eine gemeinsame Einlagensicherung (Edis) für Bankkunden stark.

Das Projekt ist ein zentraler Eckpfeiler bei der Vollendung der Bankenunion. Sie ist aber nach wie vor umstritten. So hat die Bundesregierung einer raschen Einführung eine Absage erteilt. Aus Sicht von Rehn ist Edis notwendig, um einen Ansturm auf Geldhäuser im Krisenfall zu verhindern. „Das Vertrauen in sichere Bankeinlagen sollte im ganzen Euro-Raum einheitlich sein.“

Eine gemeinsame Einlagensicherung würde dafür sorgen – auch bei schweren Krisen. Vasiliauskas schrieb in dem Magazin, Edis würde für Banken mit Zweigstellen in anderen europäischen Ländern mehr Sicherheit schaffen. Die Bankenbranche würde dadurch insgesamt widerstandsfähiger werden.

Der niederländische Notenbank-Chef Klaas Knot schrieb indes, vor einer größeren Risikoteilung müssten erst bestehende Altrisiken ausreichend abgebaut werden. „Eine effektive weitere Verringerung des Bestands an faulen Krediten ist eines der wesentlichen Elemente in dieser Hinsicht.“

Bundesbank und Bundesregierung vertreten bei diesem Thema eine ähnliche Position. Ende des ersten Quartals 2018 schleppten Geldhäuser in der Euro-Zone noch faule Kredite im Volumen von 688 Milliarden Euro mit sich herum.

  • rtr
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