Bankenverbands-Chef "Deutschland muss sagen, wo es lang geht"

Deutliche Kritik vom Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken: Nicht Griechenland sei schuld, wenn der Euro Probleme bekommt, sondern die Bundesregierung. Denn sie werde ihrer Führungsrolle nicht gerecht.
7 Kommentare

BerlinDer Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken, Andreas Schmitz, hat der Bundesregierung in der Schuldenkrise Entscheidungsschwäche und mangelnde Führung vorgeworfen. Auch die französische Regierung führe nicht ausreichend, sagte Schmitz der „Bild“-Zeitung. „Gegen fallende Kurse ist die Politik natürlich machtlos. Das Problem ist allerdings die Führungslosigkeit Europas - die Leute, auf die es ankommt - die Regierenden in Berlin, Paris und anderswo gehen nicht mutig voran und entscheiden“, monierte der Verbandschef.

Die Regierungen ließen die Dinge treiben und würden dann ihrerseits von der Krise getrieben. Dies wiederum verunsichere die Märkte. Besonders hart kritisierte Schmitz die Bundesregierung: „Wenn der Euro tatsächlich Probleme bekäme, dann nicht wegen Griechenland, dem schwächsten Mitglied. Die Währungsunion würde dann scheitern, wenn Deutschland als stärkstes Mitglied seiner Führungsrolle nicht gerecht wird und sagt, wo es lang geht“, sagte er.

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7 Kommentare zu "Bankenverbands-Chef : "Deutschland muss sagen, wo es lang geht""

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  • @alex was wollen sie damit sagen? Nur weil Jean-Claude Trichet, Josef Ackermann und Nicolas Sarkozy Juden sind heißt das noch lange nicht das EZB für European Zionist Bank steht. Sie sollten etwas vorsichtiger sein mit ihrer Wortwahl.

  • warrrttett kurrz - derrrr Führrrerrrr wirrrrddds schon rrrrrichttten - jawooohhl

  • „Man sagte in den 1920ern, Deutschland zahlt. Es zahlt heute noch: Maastricht, das ist der Versailler Vertrag, nur ohne Krieg“, so Chefredakteur Franz-Olivier Giesbert 1992 „im Le Figaro“. Dann kann man nur hoffen, dass Maastricht bald stirbt. „Das ist kein Friede“, bemerkte Marschall Foch einst zum Versailler Vertrag. „Das ist ein Waffenstillstand für zwanzig Jahre.“

  • Mein Gott, was ist dieser Mann dumm und naiv. Auf diese Führungsrolle Deutschlands haben die anderen europäischen Staaten gewartet, dass Deutschland sagt, wo es langgeht.
    Deutschland soll zahlen und die Schnauze halten - das reicht denen. Und alle, die die Transferunion gutheißen, denken genauso und meinen, sie bauten damit Europa auf. Es wird damit zerstört werden!
    So viel naiven Blödsinn, so viel Gutmenschentum, so viel Utopie... Es ist einfach unglaublich!
    Es zeigt deutlich, wie wenig Unterschied es zwischen der EU(SSR) und dem früheren Ostblock gibt - er verwischt jeden Tag mehr!

  • Hallo W. Fischer

    leider differenzieren auch Sie nicht in Ihrer Aussage zu Banken. Zum Thema „international tätige Großbanken" gebe ich Ihnen recht. Aber mit dem Namen „...Bank" schert man heute alles über einen Kamm. Kleine Banken, die nicht systemrelevant sind, die die Finanzkrise nicht verursacht haben und als Stabilisator für die regionale Wirtschaft in der Finanzkrise standen; diese kleinen Banken werden mit einer überbordenden Überwachungsbürokratie überzogen. Die Kleinteiligkeit in sich garantiert die „Sicherheit eines Systems".

    Das man sagt, wo es langgeht, ist legitim. Aber führen wir uns doch einmal vor Augen, was hier passiert. Eine Bundesregierung bekommt bei einem Wirtschaftswachstum von 3,6 % noch nicht einmal einen ausgeglichenen Haushalt hin. In der EU verstößt man gegen eigene Regeln (Schuldübernahme für andere Staaten), die EZB verstößt gegen vereinbarte Grundregeln (Aufkauf von Risikopapieren); nur wenige Punkt davon. Und wer will hier überhaupt einem anderen „etwas sagen". Das System ist am Ende. Regierungen drücken sich vor Entscheidungen und schieben Verluste zur/zum Allgemeinheit/Bürger/Steuerzahler genau so wie es die Konzerne wollen. Pervers.

  • Ich bin der Überzeugung, hier hat einer Angst, dass es für Risiko Bankengeschäfte, bald kein Steuermittel zum Ausgleich gibt?
    Ich bin für eine viel stärkere Überwachung der Banken und ihres gebaren.
    Sie haben zu viele Freiheiten vom Staat erhalten, diese müssen sofort auf ein überschaubares Maaß reduziert werden.
    Dieser Herr, sollte zuerst seine Hausaufgaben richtig erledigen, bevor er sich zu Wort meldet.
    Besserwisser haben heute schlechte Karten.
    Gewinne der Banken privatisieren, Verluste sich vom Steuerzahler bezahlen zu lassen, dieser Weg ist zu ende.
    Danke

  • Das Deutschland die stärkste Wirtschaft des Euroraums hat ist unbestritten. Dass man daraus einen Anspruch auf eine Führungsrolle ableitet wirft uns 70 Jahre zurück.
    Das ich so was nochmal lesen und hören musste hätte ich nicht gedacht. Größe allein, heute wie damals, ist keine Garantie für Überlegenheit.
    Es ist deprimierend zu sehen das Nichts dazu gelernt wurde.

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