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Bankenzusammenschluss Finanzbranche gegen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank

Die Mehrheit der Experten glaubt, dass die Fusion der Banken keine Größenvorteile bringe. Dies sei aber keine generelle Absage an große Banken.
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Deutsche Bank und Commerzbank: Finanzbranche ist gegen eine Fusion Quelle: dpa
Deutsche Bank und Commerzbank

Knapp 55 Prozent der befragten Finanzmarktexperten erwarten nicht, dass eine fusionierte Bank international konkurrenzfähiger wäre als die beiden Einzelinstitute.

(Foto: dpa)

BerlinEine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wird von den meisten Finanzmarktexperten abgelehnt. Lediglich 15 Prozent von ihnen stimme der Aussage zu, dass ein Zusammengehen gut für das deutsche Finanzsystem wäre, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 174 Experten hervor. Dagegen stimmen knapp 65 Prozent dieser Aussage nicht zu. Knapp 20 Prozent rechnen weder mit positiven noch mit negativen Effekten.

„Nach Ansicht der befragten Finanzmarktexperten überwiegen bei einer Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank, die kompliziert und teuer in der Umsetzung ist, die Nachteile“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. „Ein Anstieg des Systemrisikos ist dagegen zu erwarten und sollte bedacht werden, wenn es um die Schaffung einer neuen Großbank geht.“

Eine Mehrheit glaubt, dass eine Zusammenlegung keine nennenswerten Größenvorteile bringen, die eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der dann fusionierten Großbank zur Folge hätte. Knapp 55 Prozent erwarten nicht, dass die neue Bank international konkurrenzfähiger wäre als die beiden Einzelinstitute. Fast 80 Prozent befürchten zudem einen Anstieg des systemischen Risikos, sollte es zur Fusion kommen.

Die mehrheitlich ablehnende Haltung der Befragten zu einer möglichen Großbankenfusion richtet sich den Angaben nach allerdings nicht gegen große Banken an sich. Etwas mehr als die Hälfte der Experten stimmte der Aussage zu, dass die heimische Wirtschaft eine große deutsche Bank benötige. Knapp 31 Prozent stimmten dem nicht zu.

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