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Basel-III-Regeln Deutsche Banken bei Verschuldung besser aufgestellt

Die kleineren Banken in Deutschland haben mit der Verschuldungsquote kein Problem. Und auch die Deutsche Bank und die Commerzbank stehen besser da, als gedacht. Änderungen bei der Berechnungen machen es möglich.
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Bankentürme in Frankfurt: „Das kann für einige von ihnen mit Folgewirkungen verbunden sein“. Quelle: dpa

Bankentürme in Frankfurt: „Das kann für einige von ihnen mit Folgewirkungen verbunden sein“.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die deutschen Großbanken sind einer Einhaltung der maximalen Verschuldungsquote nach Daten der Bundesbank schon näher als gedacht. Änderungen an der Berechnung der Verschuldungsquote zu Jahresbeginn hätten die Kennziffer bei den großen Instituten wie der Deutschen Bank und der Commerzbank im Schnitt auf 2,7 von 2,4 Prozent steigen lassen, wie der Leiter der Bankenaufsicht bei der Bundesbank, Erich Loeper, am Mittwoch auf einer Konferenz in Frankfurt sagte.

Die Zahlen basieren auf den Bilanzen per Ende 2013. Die Banken müssen nach dem neuen Regulierungsstandard Basel III künftig eine Leverage Ratio von mindestens drei Prozent erreichen. Diese Verschuldungs-Kennziffer ist als ungewichtete Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme definiert.

Profitiert haben die Banken Loeper zufolge vor allem von größeren Möglichkeiten zur Verrechnung von Derivaten und Repo-Geschäften, die die Bilanz damit weniger stark aufblähen. Auch außerbilanzielle Verpflichtungen wie Kreditzusagen fallen nicht mehr so stark ins Gewicht. Die kleineren Banken haben mit der Leverage Ratio kaum Probleme: Sie halten die Quote nach Daten der Bundesbank im Schnitt mit 4,9 (vorher: 4,7) Prozent locker ein.

Europäische Großbanken der „zweiten Liga“ müssen aber aufpassen: Der europäische Bankenregulierer EBA arbeitet an einer Liste europaweit systemrelevanter Institute, die künftig ebenfalls höhere Kapitalanforderungen erfüllen müssen. „Das kann für einige von ihnen mit Folgewirkungen verbunden sein“, sagte Loeper. Diese Banken müssten von 2016 bis zu zwei Prozentpunkte mehr Eigenkapital vorhalten als andere, kleinere Geldhäuser. Die betroffenen Institute würden anhand von zehn Kennziffern ermittelt. Die EBA wolle die Liste in den nächsten Wochen veröffentlichen.

Bisher hatten die internationalen Regulierer nur 29 „global systemrelevante“ Banken bestimmt, die bei einem Zusammenbruch das weltweite Finanzsystem ins Wanken bringen könnten. Um sie besser für Krisen zu wappnen, müssen sie bis zu 10,5 Prozent Eigenkapital aufbringen, 3,5 Prozentpunkte mehr als die neuen Regeln von Basel III von allen Banken verlangen. Aus Deutschland ist derzeit nur die Deutsche Bank in diese Kategorie eingestuft. Für sie liegt die Mindest-Kapitalanforderung bei neun Prozent.

Zu den von der EBA ausgewählten europaweit systemrelevanten Banken könnte auch die Commerzbank gehören, die 2012 aus der Liste der global systemrelevanten Institute gestrichen worden war.

  • rtr
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