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BayernLB Stephan Winkelmeier wird neuer Chef der BayernLB

Der bisherige Chef der Abwicklungsanstalt FMS übernimmt die erfolgreichste deutsche Landesbank. Auf den 51-Jährigen warten gewaltige Aufgaben.
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Der neue Chef der BayernLB war bis 2014 dort bereits der Finanzvorstand. Quelle: dpa
Stephan Winkelmeier

Der neue Chef der BayernLB war bis 2014 dort bereits der Finanzvorstand.

(Foto: dpa)

MünchenDer neue Chef der BayernLB ist ein alter Bekannter: Stephan Winkelmeier tritt spätestens ab dem 1. August die Nachfolge von Johannes-Jörg Riegler an. Das wurde am Mittwochnachmittag bekannt. Aktuell ist Winkelmeier noch Chef der Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement. Wann genau er bei der BayernLB übernimmt, hängt damit auch von seinem derzeitigen Arbeitgeber ab.

Winkelmeier war in der Zeit von 2011 bis 2014 bereits Finanzvorstand der BayernLB und kennt das Haus damit bestens. Seither ist der Kontakt nie abgerissen. Seit 2017 ist er FMS-Chef und sitzt als dieser auch im Aufsichtsrat der Landesbank. Der 51-Jährige galt auch wegen seiner guten Kontakte in die Politik und zu den Sparkassen bereits in den vergangenen Wochen als Favorit auf den Chefposten.

Die BayernLB gehört zu drei Viertel dem Freistaat Bayern, das verbleibende Viertel besitzen die bayerischen Sparkassen. Bei beiden genießt Winkelmeier Insidern zufolge einen sehr guten Ruf.

Ausschlaggebend soll auch gewesen sein, dass es bei den Aufsichtsräten um den neuen Vorsitzenden Wolf Schumacher zuletzt den Wunsch gab, dass der neue Chef für mehr als eine Amtszeit von fünf Jahren zur Verfügung steht. Mit seinen 51 Jahren ist diese Option bei Winkelmeier durchaus gegeben.

Noch ist Winkelmeier allerdings Chef der FMS Wertmanagement. Sein Vertrag dort läuft noch rund zwei Jahre. Das Institut, das im Jahr 2010 zur Abwicklung der Altbestände der geretteten Immobilienbank Hypo Real Estate gegründet wurde, baut seither konsequent deren Wertpapierbestände ab. Die letzten Papiere laufen zwar bis ins Jahr 2078. „Wir haben jedoch nicht vor, hier zu sitzen, bis wir alle Verwesungsgeruch haben“, kündigte Winkelmeier schon vor einem Jahr an.

Spätestens 2025 soll den Planungen zufolge mit FMS Schluss sein, dann sollen die verbliebenen Reste des Portfolios bei anderen staatlichen Einrichtungen andocken. Der bisher dreiköpfige Vorstand käme bis dahin womöglich auch zu zweit zurecht.

In seinem neuen Job muss Winkelmeier nun keine Restbestände abwickeln, sondern die mittlerweile wieder erfolgreiche BayernLB in eine neue Dimension führen. Am Donnerstag präsentiert die Landesbank ihre Bilanz für 2018. Der Gewinn des Vorjahres von 677 Millionen Euro dürfte dann noch einmal deutlichen übertroffen werden. Soviel verdient sonst keine andere deutsche Landesbank.

Dabei trägt die Direktbank DKB mittlerweile mehr als 40 Prozent zum Gesamtgewinn bei. Was mit der Übernahme im Jahr 1995 einst ganz klein begann hat sich durch eine konsequente Kundenorientierung inzwischen zu einem Institut mit mehr als vier Millionen Kunden entwickelt. Damit ist die DKB die Nummer zwei am Markt hinter der niederländischen ING. Für die BayernLB ist das ein Luxusproblem.

DKB könnte das neue Aushängeschild werden

Der Erfolg der Tochter hat bei der Mutter bereits unter dem vorherigen Chef Johannes-Jörg Riegler zu Plänen für eine weitreichende Veränderung der gesamten Bank geführt. In der vergangenen Woche hatte das Handelsblatts berichtet, dass der Bayerischen Staatsregierung seit gut anderthalb Jahren bereits ein Konzept vorliegt, das eine radikale Weiterentwicklung des Status Quo bedeuten würde.

Demnach soll die DKB das neue Aushängeschild der Bank sein, sogar der Namen DKB soll an erster Stelle stehen. Die restlichen Bereiche würden daran angedockt. In einem weiteren Entwicklungsschritt soll den Planungen zufolge das bislang in Deutschland erfolgreiche Geschäftsmodell europaweit ausgerollt werden. Sogar ein Börsengang der DKB sei denkbar, hieß es. Dem Vernehmen nach sollen sowohl Riegler als auch der neue Aufsichtsratschef Wolf Schumacher die Pläne befürwortet haben.

Ob diese Pläne indes jemals Realität werden, ist fraglich. Das liegt vor allem an den Besitzern der BayernLB, die einen solch radikalen Umbau abwartend gegenüberstehen. Im bayerischen Finanzministerium lehnte man eine Stellungnahme zu den Plänen ab. Sparkassen-Präsident Ulrich Netzer äußerte sich zumindest dahin, dass man gemeinsam mit dem Finanzministerium den erfolgreichen Weg der BayernLB fortsetzen wolle.

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