BayernLB-Wohnungen Kommunen suchen Co-Investoren

Die bayerischen Kommunen wollen sich mit einem neuem Finanzierungsmodell die BayernLB-Wohnungen sichern. Ihre Chancen, gegen die privaten Investoren zu bestehen, schätzen sie trotzdem nur auf 50 zu 50.
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Die Kommunen fürchten das Nachsehen beim Kauf der 33.000 GBW-Wohnungen. Um die hohen Immobilienpreise in Bayern stemmen zu können, suchen sie nach Investitionspartnern wie Pensionskassen oder Versicherungen. Quelle: dpa

Die Kommunen fürchten das Nachsehen beim Kauf der 33.000 GBW-Wohnungen. Um die hohen Immobilienpreise in Bayern stemmen zu können, suchen sie nach Investitionspartnern wie Pensionskassen oder Versicherungen.

(Foto: dpa)

MünchenIn den Verkaufsprozess um die BayernLB-Tochter GBW mit 33.000 Wohnungen im Freistaat Bayern kommt Bewegung. Die Kommunen sind interessiert und sollen nun auch um private Co-Investoren werben, sagte der Verhandlungsführer der Kommunen, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly, am Montag. Ursprünglich war geplant, sich nur mit eigenem Geld zu beteiligen - wohl eine zu starke Belastung für die klammen Kommunen.

Im offenen Bieterverfahren folgen die 103 Gemeinden jetzt dem Finanzierungsmodell der Augsburger Immobilienfirma Patrizia. Sie gilt zusammen mit Versicherungen und Pensionskassen als Favorit für die GBW-Wohnungen. Daher rechnen sich die Kommunen trotz ihrer neuen Taktik nur geringe Chancen aus. Sie fürchten die hohen Preise auf dem bayerischen Immobilienmarkt.

„Wir bemühen uns jetzt, Versicherungsgelder oder andere Gelder zu bekommen“, sagte SPD-Politiker Maly. Erste Gespräche würden geführt, er sei aber noch nicht sehr optimistisch. Gesucht würden Investoren, die sich nicht operativ einmischten, sondern nur ihr Geld anlegen wollten. Auch aus dem öffentlich-rechtlichen Raum könnten die Partner kommen.

Versicherungen und Pensionskassen, die ihre Gelder auf Jahrzehnte anlegen und an planbaren Einnahmen interessiert sind, suchen händeringend nach Alternativen zu Staatsanleihen. Nach den Abschreibungen auf griechische Bonds und wegen der Euro-Schuldenkrise sind diese Anlagen oft nicht mehr sicher genug. Oder sie bringen - wie im Falle Deutschlands und der Schweiz - nur noch Mini-Renditen. Immobilien sind deswegen für viele Versicherungen eine Alternative.

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